Pressespiegel

Wir haben hier einige Presseartikel über das Gut Klein Nienhagen für Sie zusammengestellt.

Landpartie - Bäderkultur an der Ostsee

Die mecklenburgische Ostseeküste zwischen Rerik und Warnemünde gilt als ein ganz besonderer Küstenabschnitt: Hier begründete 1793 der mecklenburgische Herzog Friedrich Franz I. mit Heiligendamm Deutschlands erstes Seebad nach englischem Vorbild. Heute noch lockt die Region Feriengäste, von denen sich manch einer schließlich ganz an der Ostsee niederlässt, um hier seinen Traum von einem Leben in der Natur zu verwirklichen. Heike Götz ist entlang der Küste unterwegs, geht mit Mecklenburgs jüngstem Berufsfischer auf Fangfahrt, steigt dem ehrwürdigen Bad Doberaner Münster aufs Dach, backt mit Meisterkoch Tilmann Hahn mittelalterlichen Klosterkuchen und legt einen Gemüsegarten für den Sommer an. Außerdem lernt sie, wie Pferde Managern helfen, Konflikte zu lösen und ein pfiffiger Kopf mit Bonbons seinen Hof am Leben erhält.

Sendetermin: 27.5.2012, 20.15 Uhr im NDR Fernsehen

Das schönste Landhotel steht in Mecklenburg-Vorpommern

Jan und Bianca Glöe vor ihrem Gutshaus. Das Paar aus Schleswig-Holstein baute die 260 Jahre alte Anlage zum Ferienbetrieb um. Fotos (3): Lilienthal

OZ vom 14.09.2011

Das Rittergut Klein Nienhagen schaffte es in der Bestenliste der Zeitschrift „Geo Saison“ ganz an die Spitze.

Klein Nienhagen (OZ) - Eine Enten-Großfamilie läuft schnatternd über die Wiese, Apfel- und Pflaumenbäume biegen sich unter der Last der prallen Früchte, im Hintergrund sonnen sich Pferde auf der Weide. Auf dem Gutshof Klein Nienhagen wirkt jeder Quadratmeter wie die pure Landidylle aus dem Bilderbuch. Das sah man beim Hamburger Verlag Gruner+Jahr offenbar genauso. Das Oktober-Heft der Reihe „Geo Saison“ setzte den Ferienhof aus der Nähe von Kröpelin (Landkreis Rostock) auf den ersten Platz seiner Liste der schönsten Landhotels. Auch das Titelbild wurde hier gemacht.

 „Das ist eine tolle Bestätigung“, sagt Gutsherr Jan Glöe (55). Er lebt mit seiner Frau Bianca (48), Tochter Catharina (13), 30 Pferden, sieben Hunden, einigen Katzen und vielen Enten auf dem ehemaligen Rittergut. Zu den ständigen Bewohnern gehören auch der Künstler Sascha Röhricht (25) und die Wolfsburgerin Lisa Redmer (17), die in dem Betrieb ein Freiwilliges Ökologisches Jahr macht.

„Landhotel stimmt eigentlich nicht“, sagt Bianca Glöe. Genau gesagt sei der Hof eine Kombination aus Reitanlage, Ferienwohnungen und Tagungszentrum. Viele Familien verbringen ihren Sommer-Urlaub in dem mehr als 260 Jahre alten Gutshaus. Das ehrwürdige Gemäuer war schon Kulisse für Oldtimer-Treffen, Führungskräfte-Seminare und Reiturlaube. Schauspieler Fritz Wepper stand hier für eine Folge des TV-Krimis „Mord in bester Gesellschaft“ vor der Kamera. Die Reifenfirma Fulda baute für eine Mitarbeiter-Feier eine 80 Meter lange Tafel vor dem Haus auf.

„Wir haben viele Stammgäste“, sagt Bianca Glöe. Rund zwei Dutzend Brautpaare geben sich jedes Jahr ihr Jawort im sonnigen Wintergarten. Wenn gerade nicht geheiratet wird, nutzen ihn die Seminargäste. „Das ist der schönste Frühstücksraum, den ich kenne“, sagt Helmut Schiffner (58). Der Bayer ist bereits zum fünften Mal in Klein Nienhagen zu Gast. Er schwärmt von der Atmosphäre und der „wunderbaren Ruhe“ des Ortes.

Seit 1996 lebt das Ehepaar Glöe auf den Hof. Sie kamen ohne die Absicht, ein florierendes Gastgewerbe zu gründen. „Das hat sich nach und nach so entwickelt“, sagt Jan Glöe. Heute bietet das Unternehmen Platz für bis zu 70 Übernachtungsgäste. Es gibt drei fest angestellte Mitarbeiter und bis zu 20 Aushilfen. Jan Glöe stammt, wie seine Frau, aus Schlewig-Holstein. Der Diplom-Kaufmann wuchs auf dem Lande auf. An den Wänden vom Foyer und der Bibliothek zeugen Dutzende Jagdtrophäen von seinem Hobby. Zwei Millionen Euro investierte das Paar in den Um- und Ausbau des Gutshauses. Vor einigen Jahren hängte der Hausherr seinen Job in einer Unternehmensberatung an den Nagel, um sich ganz um den wachsenden Betrieb zu kümmern. „Ich habe mir einen Traum verwirklicht“, sagt er.

Eine Woche lang nahmen die Mitarbeiter von „Geo“ im Juni den Hof unter die Lupe. Tochter Catharina stand mit Trakehner-Hengst „Amadeus“ Modell für Fotos. Zwei Tage dauerte es, bis allein das Titelbild im Kasten war. Weil die Bilder Herbst-Atmosphäre versprühen sollen, musste die Gutsfamilie in warmen Pullovern posieren — mitten im schönsten Hochsommer-Wetter.

Gerald Kleine Wördemann

Harmonische Gestaltung statt optischer Katastrophe

Die Rückfront des Gutshauses wurde gänzlich neu gestaltet.

OZ/LOKAL/DBR Wochenende, 21./22. 5. 2011
Serie Hinter alten Mauern
Heute: Das Gut Klein Nienhagen

1998 erwarben Bianca und Jan Glöe die Gutsanlage Klein Nienhagen und sanierten sie gründlich. Die Rückfront des Gutshauses erhielt eine neue Fassade.

 

Klein Nienhagen Gemeinsam pflanzten sie einen Quittenbaum. Als Zeichen ihres Neuanfangs und ihrer Liebe zueinander. Bianca und Jan Glöe erwarben 1998 das Gut Klein Nienhagen von der Gemeinde Altenhagen. Sie zogen in ein Haus, das vorne hui und hinten pfui war. Eine zusammengestückelte Rückfront wirkte völlig unharmonisch. „Eine optische Katastrophe“, sagt Jan Glöe.

Zur Geschichte: Die Familie von der Lühe besaß Klein Nienhagen als Lehngut. Es wurde von Wendisch Mulsow verwaltet. 1715 ging das Gut an den Major von Oertzen über. Seine Nachfahren besaßen es bis 1790. Es folgten mehrere Besitzer. 1870 soll das eingeschossige Gutshaus erbaut und einige Zeit lang als Rathaus zu Klein Nienhagen genutzt worden sein. 1910 kaufte Martha Gräfin von Polier auf Altenhagen das Gut für ihren Sohn Ferdinand Graf von Polier, der das Gut bis 1945 behielt. 1913 ließ er das große Stallgebäude errichten und 1923 das Gutshaus umbauen. Es erhielt eine weitere Etage. Nach ‘45 lebten bis zu 16 Familien im Gutshaus. 1997 zogen Bianca und Jan Glöe als Mieter mit Vorkaufsrecht in die Gutsanlage. Viel Arbeit kam auf die beiden zu, als sie die damals 45 000 Quadratmeter große Anlage ein Jahr später erwarben, liebevoll restaurierten und seitdem als Ferien- und Pferdehof betreiben.

An der Rückfront kam rechts ein zweiter Seitenflügel, größer als der auf der linken Seite, hinzu und verhunzte damit regelrecht die Architektur. „Das musste dringend geändert werden“, sagt Jan Glöe. Als die Familie Glöe den „Wahnsinn“ auf sich nahm und 1998 die Seitenflügel abriss und gleichzeitig auch Teile der Rückfront einriss, klaffte ein großes Loch im Haus. Die Glöes und weitere Mieter lebten jedoch darin und so wurden die Baumaßnahmen zügig vorangetrieben. Ein Wintergarten mit Balkon und eine Mittelgaube kamen hinzu. Rechts und links erfolgte der Bau von Risaliten. Das sind etwas hervorstehende Dachformen, die nun für ein optisches Gleichgewicht sorgen. 2007 erhielt die Rückfront eine Freitreppe nach Vorlage italienischer Gartenarchitektur mit Rosenbeeten. Die Balkonbalustrade konnte zwei Jahre später fertiggestellt werden.

„Die Gestaltung der Rückfront war mit Abstand die größte Herausforderung im Zusammenhang mit der Gesamtsanierung der Gutshofanlage“, gesteht Jan Glöe, der schon wieder neue Baumaßnahmen in Angriff nimmt. So entsteht noch in diesem Jahr eine dem Gutshaus angemessene Toreinfahrt. Entworfen vom Hausherren selbst. Historische Fotos dienten als Anhaltspunkt. Gäste werden dann die Allee mit Auto oder Kutsche hinunterfahren und elegant durch die Toreinfahrt zum Gutshaus geleitet. Ein weiteres und sehr wichtiges Projekt ist die Vergrößerung des Reitplatzes auf 20 mal 60 Meter. „2008 bauten wir eine Reithalle. Unser Reitzentrum wird erweitert“, erläutert Bianca Glöe, selbst eine leidenschaftliche Reiterin. „Regelmäßig werden Reit-Seminare und Reitunterricht gegeben mit hoch qualifizierten Trainern. Neu bei uns ist der Reitlehrer und Pferdewirtschaftsmeister Torsten Marter. Er bildet Pferde und Reiter im Springen bis zur höchsten Klasse und in der Dressur bis Klasse „M“ aus. Regelmäßig sind auch Gasttrainer vor Ort. Wie auch Wolfgang Blawat, ehemaliger Berufsreiter bei von Neindorff.

Das Gut, mittlerweile bemisst es 55 000 Quadratmeter, ist nicht nur bei Feriengästen und als Kulisse für Hochzeitsfeiern beliebt. Film-und Fernsehproduzenten wurden ebenfalls darauf aufmerksam. „Viele Stadtmenschen haben so ihre Illusion vom stilvollen und romantischem Landleben und möchten hier ihren Traum aufleben lassen“, weiß Bianca Glöe. „Doch das Leben auf dem Gut ist kein Zuckerschlecken zumal wir immer neue Ideen haben und uns auf Trab halten“, sagt Jan Glöe, denn auf der faulen Haut liegend wird man ihn kaum sehen. Die Liebes-Quitte trägt inzwischen Früchte, die Gästen als Leckerei in Form von Gelee angeboten wird.

Blaue Gestalten wurden zum Blickfang

Der Schriftsteller Jeremy Tiang (l.) aus England unterstützte die Performance-Künstlerin Christine Comeau aus Kanada.

 

OZ/LOKAL/DBR

Performance auf der Kühlungsborner Seebrücke

Kühlungsborn (OZ) - Eine Szene wie aus einem Science-Fiction-Film: Zwei blaue Gestalten, die miteinander verbunden sind, laufen schlurfenden Schrittes über die Kühlungsborner Seebrücke. „Mama, was soll das bedeuten, springen die jetzt ins Wasser?“, fragt ein Kind. Die Mutter schaut ratlos. Sascha Röhricht, ein freiwilliger Helfer von „Mecklenburg Inspiriert“ — dem internationalen Künstleraustauschprogramm in Kühlungsborn — klärt auf: „Performance-Künstlerin Christine Comeau aus Quebec in Kanada bereist mit ihrem Projekt ‚Three Thousand Years of Wandering‘ die Welt. Ihr Thema ist die nomadische Gesellschaft zwischen Mobilität und der Suche nach einer Heimat.“

Die Künstlerin möchte mitteilen: Alles befindet sich in Bewegung und im ständigen Wandel. Die 32-Jährige tourt mit ihrem Projekt seit sechs Jahren und war bisher schon in Portugal, Schweden, USA und Kanada unterwegs. Christine Comeaus Kostüme, die in jeder Bewegung einschränken, spielen eine zentrale Rolle. Sie werden zu einer Art zweiten Haut und geben den Trägern somit ein neues Gefühl für ihren Körper und ihre Umgebung. Um dies alles auszudrücken, arbeitet sie meist auch mit kleinen und großen Zelten.

Die französisch sprechende Künstlerin braucht üblicherweise bis zu sechs Monate für ihre Projekte. Diesmal standen ihr nur vier Wochen zur Verfügung. So fand Christine Comeau nicht genug Zeit, um Zelte zu konstruieren — die das Zuhause, das jeder in sich und mit sich trägt, darstellen. Wie auch in ihren anderen Projekten nahm sich Christine Comeau in Kühlungsborn des Körperkults in unserer Gesellschaft an. „Niemand ist perfekt“, sagt sie und schlurft mit dem blauen Ganzkörperanzug — mit Haifischflosse auf dem Rücken und mittels Klettband an einen weiteren Künstler gebunden — auf der Seebrücke entlang.

Christine Comeau ist ein eher in sich gekehrter Mensch. Ihr Blick scheint wie beim Stummfilmkomiker Buster Keaton während der performten Installation durch die Menschen hindurchzugehen. Ihr zur Seite stand der Schriftsteller und Übersetzer Jeremy Tiang. Der 34-Jährige stammt aus Singapur und lebt in England. Die Performance wurde von Sascha Röhricht und einem Maler aus Ägypten, Kareem Helmy, als Postkartenserie dokumentiert, die später veröffentlicht wird.

Eine Auswahl der Fotos wird neben den Werken der anderen Künstler, die am Programm von „Mecklenburg Inspiriert“ teilnehmen, am 9. März in der Kunsthalle zu sehen sein. Insgesamt sind jetzt 15 Künstler in den Disziplinen Malerei, Fotografie, Literatur, Performance, Video und Musik aus Ägypten, Kanada, Mexiko, Deutschland, Slowakei, England, Singapur, Ukraine, Kuba und Japan in Kühlungsborn und Umgebung untergebracht. Jana Garreis vom Verein ist die Ansprechpartnerin und betreut die Künstler. • Internet: www.mecklenburg-inspiriert.com und www.comocri.org

Sabine Hügelland

In Klein Nienhagen entstand Schauspiel

Mark Chaet, Momo Kohlschmidt, Sebastiano Toma, Brit Rodemund und Anke Späth probten ein Schauspiel auf dem Gut in Klein Nienhagen im Rahmen des Kunstvereins „Mecklenburg Inspiriert“.

OZ/LOKAL/DBR vom 04.03.2011

Im Rahmen des Kulturvereins „Mecklenburg Inspiriert“ probten Künstler auf dem Gut nahe Kröpelin. Ein Stück aus Artistik, Musik und Tanz entstand. Und auch eine Miniaturwelt.

Klein Nienhagen (OZ) - — Auf der weißen Video-Leinwand erscheint eine Schulter. Dann bewegt sich ein Arm elegant durch das Bild, bis die ganze Person zu sehen ist: Momo Kohlschmidt rekelt seitlich vor der Leinwand auf einem Tisch. Die Kamera überträgt jede ihrer Bewegung aus dem eigenen Winkel. Als Schauspielerin und Sängerin gehört sie zur künstlerischen Gruppe, die im Rahmen des Kulturvereins „Mecklenburg Inspiriert“ (KMI e.V.) auf Gut Klein Nienhagen eingeladen wurde. „Das Künstlerresidenzkonzept verfolgt das Ziel, kulturelle Belebung, internationale Vernetzung und die touristische Entwicklung der Region nachhaltig zu fördern, und gleichzeitig die Künstler in ihrem Werdegang zu unterstützen“, erklärt der Vorsitzende Jan Glöe, Inhaber des Gutes. Den Künstlern werden Unterkunft und die Möglichkeit, neue Konzepte zu entwickeln, geboten.

Auf dem Gut Klein Nienhagen entstand in den letzten Tagen ein neues Schauspiel, das aus Artistik, Musik, Tanz und Schauspielkunst besteht. „Das Projekt reift seit einigen Jahren in mir. Ich nenne es ‚Little Big World‘. Es geht um eine Miniaturwelt: die kleine Welt und die tatsächliche Welt. Ein Kind sieht in Wenigem alles, der Erwachsene sieht in allem oft nur wenig“, sagt Regisseur Sebastiano Toma. Er arbeitet neben Momo Kohlschmidt auch mit der Tänzerin Brit Rodemund, Anke Späth (Animation, Bühnenbild) und dem Komponisten Mark Chaet zusammen. „Hier finden wir die nötige Ruhe und den Platz, den wir zum Proben brauchen. Ein besonderes Geschenk für uns“, sagte Sebastiano Toma. Zur Arbeit auf dem Gut gehörte auch der Bau der Kulisse. Zugrunde lag ein klassisches Papiertheater. Momo Kohlschmidt trug einen Mantel, auf dem sie Papier-Figuren aus der Märchen- und Sagenwelt arrangierte. Anke Späth wiederum baute eine Miniaturwelt. Eine beleuchtete Stadt mit Papier-Wellen, einer Schere auf Rädern, Damen und Herren davor. Eine surreale Welt, die per Hand bewegt und auf die Leinwand übertragen wird. Brit Rodemund tanzt zur Musik von Mark Chaet. Tanz, Musik, Schauspiel und Papiertheater reihen sich aneinander. So, dass der Zuschauer in eine Welt eintaucht voller Magie und sich das Staunen eines Kindes zurückerobert. Doch bis das Stück aufgeführt wird, vergehen noch etliche Monate. „Die Premiere findet frühestens Mitte 2012 statt“, sagte Sebastiano Toma. Auch wo, das steht noch nicht fest.

Sebastiano Toma hat sich als Theatermanager europaweit und in den USA unter anderem mit „Tiger Lilli‘s Freakshow“ und „the time between“ einen Namen gemacht. Momo Kohlschmidt spielte in Theater-, Film-, Fernseh- und Hörspielproduktionen mit, moderierte den „George-Tabori-Preis“.

2012 wird die Truppe wieder auf dem Gut zu Gast sein. Dann sicher schon mit einem ausgereiften Stück. Die Schauspieltruppe, die sich aus Berlinern und Hamburgern zusammensetzt, ist schon wieder abgereist, alle haben noch andere künstlerische Verpflichtungen. Jedoch lädt der KMI am 8. März ab 18 Uhr in die Kühlungsborner Kunsthalle ein. „Dann werden Werke von drei ausländischen Künstlern gezeigt, die hier in der Region seit einigen Wochen arbeiteten“, lässt der Klein Nienhäger Jan Glöe wissen. Das Projekt reift seit einigen Jahren in mir.“Sebastiano Toma (Regie)
Sabine Hügelland

Georgier loben Klima in Klein Nienhagen

Ostseezeitung - Donnerstag, 25.Februar 2010-02-25

Heute ab 19.30 Uhr geht in dem Dorf eine öffentliche Lesung über die Bühne. Die OZ sprach gestern mit den Machern.
Von THOMAS HOPPE

Klein Nienhagen. Da treffen sich vor drei Jahren ein deutscher und ein georgischer Regisseur in Tbilissi zur Uraufführung eines österreichischen Stücks und vereinbaren ihre Kooperation. Diese mündet in einer Neubearbeitung der uralten Geschichte des Griechen Jason und seiner Geliebten Medea aus Poti an der Ostküste des Schwarzen Meeres. Und bevor dieses Werk dann in diesem Herbst seine Uraufführung in Medeas Heimat erleben wird, kommen die Akteure zu wichtigen Arbeitstreffen zusammen - wie in dieser Woche an die Ostseeküste nach Klein Nienhagen.

 „Dieser Ort gibt uns die Möglichkeit abseits der Städte in aller Ruhe an diesem Stück zu arbeiten. Das ist sehr gut! Wir alle brauchen diese Ruhe. Sie gibt uns die nötige Kraft für unsere Arbeit. Ich finde es sehr interessant, dass sich dieser kleine Ort so um die Künstler bemüht“, betont der georgische Regisseur, Otar Egadze, der jetzt erstmals im Norden Deutschlands weilt. Er ist Direktor des Zentrums für Theaterkunst an der Staatlichen Universität von Tbilissi. Dort lernte er auch Tobias Sosinka kennen.

„Wir fühlen uns hier auf Gut Klein Nienhagen sehr wohl, wunderbar“, schätzt der deutsche Theaterregisseur ein. Der Autor des Stücks mit dem Namen „Medea. Transit“, Irakli Solomanashvili (Träger des BBC-Awards und des Emmy-Awards), spricht von „interessanten und guten Erfahrungen. Die Konzentration liege hier punktgenau auf dem Thema“. Und die preisgekrönte Schauspielerin Nino Burduli, sie ist die georgische Medea, ergänzt, dass es hier bei der Arbeit trotzdem jeden Tag „einige Überraschungen“ gäbe: „Wir erfahren hier viel voneinander.Erkennen die Menschen mit ihren Problemen und ihrer Innenwelt.“

Mecklenburg inspiriert - Genau so nennt sich das internationale Künstleraustauschprogramm der regionalen Initiative Internationaler Tourismus (IIT), das letztlich für dieses Treffen gesorgt hat. „Der Anteil internationaler Gäste liegt in unserer Region ja bei nur 3 Prozent“, sagt Gutsbesitzer Jan Glöe. Seit Frühjahr 2009 ist er IIT-Mitglied und bietet den Künstlern in dieser Woche freie Kost und Logis. In seinem Wintergraten werden heute Abend ab 19.30 Uhr die Medea-Leute Szenen aus dem Stück lesen und dann mit dem Publikum über Georgien, die Künstler und ihre Arbeit erzählen. „Wer noch Interesse hat, kann sich gern in der Ahornallee 10 von Klein Nienhagen einfinden“, sagt Hausherrin Bianca Glöe. Der Abend versprich zudem außergewöhnliche Einblicke in das Innere einer Krisenregion dieser Welt. Der Stücke-Autor war selbst als Soldat im „ersten abchasischen Krieg“ 1992, wie er es sagt. So taucht der Krieg auch im Hintergrund von „Medea.Transit“ auf. „ich wäre ein glücklicher Mensch, wenn ich nicht über dieses Thema nachdenken müsste, aber es ist unsere Wirklichkeit. Ein sehr krankes Thema, dass uns aber alle angeht: Überall auf der Welt finden immer noch Kriege statt, an denen Europäer, Amerikaner und Georgier teilnehmen“ sagt Irakli Solomanashvili.

Die Medea-Crew gestern vormittag im Gutshaus Klein Nienhagen (v.l.): Ramaz Kobradze, Ricarda Ciontos, Tobias Sosinka, Katharina Luh (Dolmetscherin), Andreas Herrmann, Irrakli Solomanashvili, Matthias Richter, Nino Burduli, Otar Egadze.

"Mord auf Gut Klein Nienhagen"

Deutsches Staraufgebot auf dem Gut in Klein Nienhagen. Dort wird ein Krimi gedreht. Christian Kohlund (Mitte) spielt den Gutsverwalter, der sich mit der Tochter der Millionärin einlässt. Foto: Tivoli Film / Nicolas Maack
Das Gutshaus der Glöes wurde mit zahlreichen Kunstblumen dekoriert. Sie gaben dem Gebäude noch mehr Ausstrahlung. Fotos (2): Sabine Hügelland
Fritz Wepper ist ein Vollprofi. Er gab sich gelassen, humorvoll und war spontan zu einem Mini-Interview bereit.

Die Gutsanlage war Filmkulisse. Fritz Wepper klärte einen Mordfall. Und schwärmt für das herrliche Anwesen.

Klein Nienhagen
Aus dem Walkie-Talkie dringt der Ruf: „Achtung Dreh! Ruhe bitte!“ Der Psychologe Dr. Wendelin Winter kommt den zuschauenden Einheimischen aus dem Dorf mysteriös bekannt vor. Es ist kein Geringerer als Fritz Wepper. Bekannt geworden durch die Serien „Der Kommissar“ und „Derrick“ ist er ein Star unter den deutschen Schauspielern. Gedreht wird der ARD-Krimi „Alles Böse zum Hochzeitstag“ auf Gut Klein Nienhagen. Es ist bereits der sechste Film der Krimireihe und eine Produktion der Tivoli Film. Neben Wepper spielen unter anderem auch seine Tochter Sophie-Margarita, Daniela Ziegler, Christian Kohlund, Johannes Brandrup, Pia Baresch, Julia Thurnau und Gunther Gillian mit. Immer mittendrin, zwar nicht beim Dreh, aber auf ihrem Hof, ist das Ehepaar Bianca und Jan Glöe. Besonders der Ehemann hat in diesen Tagen jede Menge Verantwortung zu tragen. „Morgens erhalte ich den Drehplan. Dann muss ich sehen, dass ich alles koordiniert bekomme“, so Jan Glöe. „Wir sind mit Urlaubern ausgebucht. Hinzu kommen noch Pferdesportler und dann das Fernseh-Team“, erzählt er. Keine einfache Angelegenheit, denn der Drehplan richtet sich nach Licht- und Wetterbedingungen, die sich bekanntlich in MV schnell ändern können. Dann müssen auch die Glöes neu arrangieren, damit alle zufrieden sind. „Viele Gäste haben es bedauert, abreisen zu müssen, bevor sie Fritz Wepper gesehen haben“, so Jan Glöe schmunzelnd. Fritz Wepper selbst zeigt sich begeistert vom Ambiente auf dem Hof. „Überall ist zu spüren, dass Tradition dahinter steht. Hier könnte sogar Hollywood neidisch werden“, meint er. „Ich hab einen wundervollen Beruf, reise von einem schönen Ort zum nächsten.“ Seine Rolle als Psychologe in diesem Film lasse ihm außerdem jede Menge Spielraum und komme ihm sehr entgegen. „Je älter ich werde, desto entspannter werde ich auch.“ Denn Stress kann der Profi im Nu abbauen. „Kurzurlaube, so einen Tag lang, sind meine Spezialität“, lässt er wissen. Mit „ich bin die neue Gutsherrin" begrüßte Daniela Ziegler die verblüffte Bianca Glöe, die es mit Humor nahm und auf eine Gleichgesinnte im Pferdesport traf. „Leider darf ich wegen der Versicherung jetzt nicht reiten. Das Drehbuch sieht es nicht vor. Vielleicht komme ich im Urlaub mal hierher", so die elegante Schauspielerin, bekannt auch aus „Der Fürst und das Mädchen“. Im Film möchte sie ihren weitaus jüngeren Geliebten heiraten, was Missstimmung bei ihren beiden Kindern hervorruft. Tod durch Mord trennt die Liebenden. Fritz Wepper löst den Fall auf seine gelassene humorvolle Art und Weise. Auch Daniela Ziegler zeigt sich begeistert vom Ambiente. „Das ist ein Geschenk in meinem Beruf, dass ich an Orte komme, die ich sonst nie kennenlernen würde.“ Bianca Glöe hat sichtbar ein gutes Händchen für die Ausstattung ihres Gutshauses. „Es wurde nicht viel verändert. Das hat mich schon gefreut.“ Allerdings verschwinden nach dem Dreh in wenigen Tagen auch die Requisiten — wie ein wunderschöner Kronleuchter und dicke Ledersessel. „Schade“, witzelt die Hausherrin. Aber es hilft nichts. „Wir wurden erst im Juni angesprochen. Zwei-, dreimal kam der Produzent vorbei. Insgesamt gab es 20 Orte, unter denen gewählt wurde. Dass sie sich für uns entschieden, war eine Überraschung.“ Letzten Endes zählten das gepflegte Gut und die in sich perfekt geschlossene Anlage mit Stallungen. Gedreht wird in den privaten Gemächern der Glöes. Sogar im Ehebett, das die beiden erst am Abend wieder nutzen dürfen. Wenn alles vorbei ist, wird wieder Ruhe einkehren. „Wir können uns nicht beklagen. Im Gegenteil. Das Team und auch die Schauspieler sind alle so sympathisch und umgänglich. Jeder Tag ist für uns spannend“, so Bianca Glöe und wird still, als gerufen wird: „Achtung Ruhe, Dreh." Der Ausstrahlungstermin steht leider noch nicht fest.

SABINE HÜGELLAND Ostseezeitung - Lokalredaktion - 29.08.2209

Großer Erfahrungsaustausch in Klein Nienhagen

OZ/LOKAL/DBR vom 16.09.2009 

Rund 80 Pferde- und Menschenfreunde aus aller Welt trafen sich auf dem Gut bei Kröpelin unter dem Motto „Experience Change“ und lernten voneinander. Klein Nienhagen Auch für den Kieler Soldaten Thomas Friedrich ist das etwas Besonderes, was da gegenüber vom Haus seiner Schwiegereltern in Klein Nienhagen über die Bühne geht. Der Urlauber findet es sehr interessant, dass sich hier „fernab“ der Touristenzentren die Welt trifft:

78 Trainer und Seminaranbieter, die mit Pferden in der Personal- und Persönlichkeitsentwicklung arbeiten, waren der Einladung von Gerhard und Karin Krebs gefolgt. Beide trainieren im Dorf Manager nach ihrem „HorseDream“- Konzept und gründeten 2004 die Europäische Vereinigung für pferdegestützte Ausbildung (engl. EAHAE). Zu deren 5. Jahreskonferenz am vergangenen Wochenende kamen Teilnehmer aus 15 Ländern.

So nahm Eula Rohan aus Currumbin, von der australischen „Goldküste“, die lange Reise nach Klein Nienhagen extra auf sich, um „von Gesicht zu Gesicht, etwas über die Trainings- Methoden der Kollegen zu erfahren. Das schafft so kein Internet-Chat!“ Nebenbei begeistert sich die 29-jährige Geschäftsfrau, die hier acht Tage Urlaub macht, für die Strandkörbe in Kühlungsborn und Rerik — „Ich liebe sie!“ — sowie für die Mecklenburger Fischspeisen.

Auch der bayerische „Noch-Steuerberater“ Franz-Josef Link gewinnt der Region um Bad Doberan herum viel ab: „Ich werde auf jeden Fall meine Pferde und die Kutsche hier mal mit her nehmen und so diese tolle Gegend erkunden. Irgendwann gönne ich mir auch ein, zwei Nächte in Heiligendamm. Das ist doch ein absolutes Muss“, meint der 46-Jährige aus dem Landkreis Aschaffenburg. Er freut sich, dass er mit dem „pferdegestützten Training“ für sich die Chance entdeckt hat, ab November in einem Segment zu arbeiten, „das den Nerv der Zeit trifft.“

Hier in Klein Nienhagen könne er dafür richtig lernen — „anders, als bei Seminaren, wo nur ein Vortragender einen volltextet. Lernen heißt für mich begreifen! Und Pferde sind so erschreckend ehrlich — sie nehmen dich als Individuum so wahr, wie du bist.“ Gesagt getan, und nach mehreren Diskussionsrunden ziehen die Trainer zum Training am Objekt ihrer Verehrung.

So schwört auch die Baden-Württembergerin Marion Dimer auf die Rolle des Pferdes beim Persönlichkeits-Training: „Während Menschen sich gegenseitig durch Masken täuschen können, lässt sich ein Pferd nichts vorgaukeln.“ Das klingt mystisch, scheint aber real zu sein.

So sieht es der einstige Software-Experte David Harris: „Gerhard und Karin betonen mit ihrer Trainingsmethode, die uns hier alle zusammenbringt, nicht das Esoterische, sondern das Praktische. So lassen sich von mir seit sieben Jahren auch Manager von SAP, der Royal Bank of Scotland und Procter & Gamble ausbilden“, sagt der Brite. THOMAS HOPPE

Medea Transit

In dem Mythos der MEDEA wird die sagenhafte Geschichte eines Aufeinanderpralls zweier Kulturen erzählt. Die europäischen Griechen reisten einst nach Kolchis (heutiges Georgien) an der asiatischen Grenze. Heute verbirgt sich das wahre Gesicht der Medea hinter zahlreichen ideologischen Masken.

Medea ist die Fremde, die Zauberin aus dem Kaukasus, die dem Griechen Iason hilft, den Kolchern das Goldenen Vlies zu rauben. Medea verrät ihre kulturelle Identität und wendet sich gegen das eigene Volk. Sie zahlt dafür den Preis der Emigration. Das kaukasische Gold gelangt nach Griechenland und ermöglicht Iason eine Karriere bis an die Schwelle des Königsthrons. Medea aber bleibt in der neuen westlichen Heimat eine Fremde und steht Iason auf dem Weg zur Macht zunehmend im Weg. Unter dem Vorwand, ihre eigenen Kinder ermordet zu haben, wird Medea aus Griechenland wieder vertrieben.

Der Kaukasus ist heute eine Region an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien. Die regionale kulturelle Vielfalt ist zugleich Chance als auch Ursache zahlreicher Konflikte. Wie die jüngsten internationalen militärischen Auseinandersetzungen um Ossetien zeigen, sind sowohl die globalen Interessenlagen der westlichen und der östlichen Welt an den Kaukasus geschmiedet. Doch was wissen wir Mitteleuropäer über die dortige Kultur? Was wissen die Georgier über das Europa, zu dem sie wirtschaftlich und politisch so gerne gehören wollen?

In dem transkulturellen Projekt medea.transit entwickeln Georgische und Deutsche Theaterkünstler seit 2009 in Form eines work in progress eine Neubearbeitung der Jahrtausende alten Geschichte der MEDEA. Die Uraufführung wird 2011 durch Georgien und Deutschland reisen. In den aktuellen Arbeitstreffen in Georgien und Deutschland haben die internationalen Künstler szenische Skizzen und Texte erarbeitet, die nun erstmals dem Publikum in szenischen Lesungen in Rostock, Gut Klein Nienhagen / Kühlungsborn und Berlin vorgestellt werden.

Mit: Nino Burduli (Schauspielerin / Georgien), Ricarda Ciontos (Schauspielerin / Deutschland), Otar Egadze (Regisseur / Georgien), Andreas Herrmann (Schauspieler / Deutschland), Merab Ninidse (Schauspieler / Georgien), Dirk Seesemann (Bühenbildner / Deutschland), Irakli Solomanashvili (Autor / Georgien) Tobias Sosinka (Regisseur / Deutschland), Matthias Richter (Musiker / Deutschland)

Romantik für „Ja“-Sager

OZ-Wochenendausgabe, 23. Mai 2009 | Neubukow und Kröpelin

Ab Juli gibt es eine Außenstelle für Trauungen der Stadt Kröpelin auf dem Gut in Klein Nienhagen: Für die Romantiker unter den Brautleuten. Klein Nienhagen „Ja – ich will.“ Worte, die im Leben vieler Menschen eine höchst wichtige Rolle spielen. Die Hochzeit bildet den Höhepunkt im Leben zweier Liebenden. Mit ihr wollen sie sich und anderen zeigen: Wir gehören zusammen. Die Stadt Kröpelin besitzt ein schönes 221 Jahre altes Rathaus, in dem schon über Jahrzehnte der Bund der Ehe eingegangen werden kann. Weil sich jedoch immer mehr heiratswillige Paare in besonders romantischer Umgebung das Ja-Wort geben wollen, wird am 1. Juli auf dem Gut Klein Nienhagen das Trauzimmer der neuen Außenstelle geweiht. Die Eigentümer des Gutes, Ehepaar Bianca und Jan Glöe, haben seit vielen Jahren Anfragen verliebter Paare. Die romantische Umgebung wird schon seit langem gerne für dieHochzeits-Feierlichkeiten genutzt. „Im März 2002, noch vor Beginn der großen Sanierungsarbeiten, stand plötzlich ein Paar vor unserer Tür“, erinnert sich Bianca Glöe. „Sie wollten unbedingt ihre Hochzeit hier feiern. Mittlerweile haben wir um die zehn Anmeldungen pro Jahr.“ Bisher durfte auf dem Gut nur gefeiert werden. Ab 1. Juli darf dort die Kröpeliner Standesbeamtin Marion Treichel Trauungen vornehmen. „Mir machen alle Trauungen Spaß. Aber mittlerweile kommen diejenigen, die im Alter meines Sohnes sind. Das ist besonders schön“, lässt die 47-Jährige wissen, die seit 2002 in diesem Beruf arbeitet. Um die 25 Plätze befinden sich im zukünftigen Trauzimmer mit Blick in den Gutshaus-Park. Die Vorderfront ist verglast, das Licht wirkt zart und weich im hellen etwa 40 Quadratmeter großen Raum. Stilvoll: Ein üppiger Kristallleuchter und ein großer, antiker Tisch geben eine würdevolle Atmosphäre. Vor dem Zimmer können je nach Wetterlage Festzelte, Tische und Stühle größere Gesellschaften aufgestellt werden. Die Glöes arbeiten mit der Stadt Kröpelin zusammen. Dort hat Bürgermeister Hubertus Wunschik die Vorstellung, seine Stadt mehr dem Tourismus zu öffnen. „Bei dem Beschluss, hier eine Außenstelle für Trauungen einzurichten, geht es auch um Netzwerkbildung. Denn die Zulieferer einer Hochzeit wie Blumengeschäft, Fotograf, Gaststätten und anderes, stammen aus der Umgebung. Sie würden davon davon profitieren“, erklärt Wunschik. „Viele Paare stammen nicht aus Mecklenburg. Sie bringen Gäste mit, die meist selbst als Hochzeitspaar oder als Urlauber wiederkommen. So wird Kröpelin und Umgebung weit über die Landesgrenze hinaus bekannter“, macht Bianca Glöe klar. „Eine gute Entwicklung, die es auszubauen gilt.“ Das eigentliche Herrenhaus wurde 1923 errichtet. Allerdings gehen die ersten Spuren bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. In diesem Jahr weihten die Glöes eine Reithalle auf dem 35 000 Quadratmeter großem Gut ein. Die Umgebung ist malerisch. Kröpelin ist nur wenige Kilometer vom Gut entfernt. Bis zur Weihung, vorher darf das Zimmer nicht für Trauungszeremonien genutzt werden, muss die Außenstelle noch amtlich gemacht werden. Die Buchungen und Informationen laufen über die Stadt und das Gut. Das Schild der Außenstelle will der Bürgermeister höchstpersönlich am Gutshaus anbringen. Internetauftritt und Buchungen werden später beide Stellen, die Stadt Kröpelin und das Gut, vornehmen. Infos unter: www.gutshofurlaub.de. SABINE HÜGELLAND

Ausbalanciert sitzen

Dienstag, 12. Mai 2009 | Neubukow und Kröpelin

Klein Nienhagen Lernen Ja. Aber bitte mit viel Gefühl. Im Reitzentrum des Guts in Klein Nienhagen fangen am 16. Mai die ersten Centered Riding-Kurse an. Diese Trainingsmethode schult das Körperbewusstsein des Reiters. Die Trainerin geht auf den Charakter jedes Einzelnen, auf seine Bedenken, Ängste und Vorstellungen ein. Angelika Engberg ist die in Deutschland einzige autorisierte Centered Riding-Trainerin mit Level IV. Schon ihre Erscheinung – groß gewachsen und mit einer fröhlichen positiven Lebenseinstellung ausgestattet – vermittelt Sicherheit und lässt ängstliche Bedenken verschwinden. Die Übungs-Stunden sollen vor allem Freude und Harmonie vermitteln und nicht in Leistungssport ausarten. Angelika Engberg wählte diese Art des Trainings sehr bewusst, denn sie selbst hat so ihre Erfahrung mit Unterrichtsstunden gemacht. „Als ich reiten lernte, wurde ich regelrecht vergrault. Wir wurden gedrillt, es gab Kommandos, bei denen mir die Lust am Reiten verging.“ Das Selbstbewusstsein wurde eher untergraben, als gefestigt. Die Sozialpädagogin und vierfache Mutter suchte nach anderen Möglichkeiten, um nicht auf den Reit-Sport verzichten zu müssen. Und fand sie bei Sally Swift, der Entwicklerin von Centered Riding. „Durch Symbole, Vorstellungsbilder helfe ich meinen Schülern zu einem ausbalancierten Sitz im Sattel, bei dem auch körperliche Handicaps ausgeglichen werden.“ Nur so verschmelzen Pferd und Reiter sinnbildlich, ohne dass es anstrengend wird. Psychologie und Einfühlungsvermögen sind für Angelika Engberg dabei unabdingbar. Kein Problem für sie. Nicht nur ihr Beruf als Pädagogin, auch heilpädagogisches Arbeiten im Schwerpunkt des Bereichs therapeutisches Reiten und Arbeit mit schwierigen Pferden, brachten die nötige Erfahrung. „Der Grundkurs auf dem Gut bietet praktische Einführung ins Reiten aus der Körpermitte.“ Trainer, Reitlehrer und Therapeuten können sich ebenfalls in Centered Riding ausbilden lassen. „Diese Lernmethode eignet sich für jedes Alter und alle Reitstile. Ich finde es wichtig, etwas anzubieten, wo niemand ausgegrenzt wird.“ Es sind noch einige freie Plätze für Kursteilnehmer. Wer kein Pferd mitbringen kann, dem wird der Kurs auf einem Lehrpferd des Reit-Zentrums Gut Klein Nienhagen ermöglicht. Infos: www.gutshofurlaub.de. S. HÜGELLAND

Körperbewusstsein von Reitern wird in neuer Halle geschult

Dienstag, 10. März 2009 | Neubukow und Kröpelin Klein Nienhagen

Hufe auf weichem Boden. Die neue Reithalle auf dem Gut in Klein Nienhagen konnte jetzt eingeweiht werden. Im vergangenen September begannen die Bauarbeiten an der 20 mal 45 Meter großen Halle. Ein Spezialgemisch aus Synthetikfasern und feinem Sand als Reitboden soll besonders hufschonend sein. In Zukunft können ganzjährig Wochenendseminare angeboten werden. Dabei setzen die Bauherren Bianca und Jan Glöe auf Vielfalt im Reitunterricht. Gestresste Manager finden dort ebenso den passenden Lehrer wie Profis, Kinder, Senioren, Neulinge und Wiedereinsteiger. Ein besonderes Angebot hält hier Angelika Engberg bereit. Sie ist die einzige Centered Riding Trainerin mit Level IV in ganz Deutschland. Die studierte Sozialpädagogin geht mit viel Einfühlungsvermögen an den Unterricht heran. Centered Riding verknüpft klassische Reitkunst mit sanfter Psychologie und schult das Körperbewusstsein des Reiters. Vorstellungsbilder sollen helfen, ausbalanciert zu sitzen und körperliche Handicaps damit auszugleichen. Angelika Engberg arbeitet auch heilpädagogisch und ließ sich bei Sally Swift, der Entwicklerin von Centered Riding, ausbilden. SH

Pferde verbinden Menschen

OZ Mittwoch, 04. März 2009 | Neubukow und Kröpelin

Das Ehepaar Krebs, das früher eine eigene EDV-Firma leitete, trainiert seit Oktober in Klein Nienhagen Manager mit Pferden. Die OZ fragte nach.

OSTSEE-ZEITUNG:
Wie läuft das bei Ihnen im Trainings-Seminar: Es steht ein Pferd auf dem Flur und der Geschäftsführer davor?
G. Krebs:
Das ist ein emotionaler Lernprozess. Wir stellen die Teilnehmer in eine Situation mit dem Pferd. Das sind Führübungen oder es geht um Distanz und Nähe. Dann sehen wir, folgt das Pferd freiwillig, wird es motiviert oder gezwungen. Das Ziel ist doch, dass die Mitarbeiter freiwillig 100 Prozent geben. Die Firmen brauchen keine 80-Prozenter, die man immer wieder vorwärtstreiben muss. Aufgrund der Atmosphäre im Team oder im Unternehmen, sollen die Mitarbeiter freiwillig die volle Leistung geben. Dafür machen wir die Manager fit.
OZ:
Wenn man ein Pferd führen kann, kann man auch Menschen führen?
G. Krebs:
Das wäre zu platt. Wir setzen das Pferd quasi als Katalysator ein. In der Situation mit dem Pferd erkennt der Mensch etwas für sich, zieht Rückschlüsse auf sein eigenes Verhalten. Wenn einer sehr dominant ist und sich immer gegenüber seinen Mitarbeitern durchsetzt, nicht besonders kooperativ aussieht, sieht er das dann nach der Übung mit dem Pferd auf den Videos. Solche Übungen können aber gegenteilige Ergebnisse haben. In einer Übung muss ich führen durch nachgeben. Wenn das Pferd an zwei Leinen linksrum soll, muss ich mit rechts nachgeben oder andersherum. Wer bei seinen Mitarbeitern die Zügel immer fest in der Hand hält, kann hier erkennen, ich könnte die Zügel auch mal lockerer lassen. Andere, die mit Leuten zu tun haben, die Termine verpassen oder über die Budgets hinausgehen, die könnten aus der Übung heraus sagen, ich muss die Zügel fest in der Hand behalten. Unsere Teilnehmer schließen aus dem Erlebten für sich etwas, nicht durch unsere Wissensvermittlung.
OZ:
Und die Manager ändern sich dann tatsächlich?
G. Krebs:
Es klappt. Eine VW-Managerin rief uns nach einem Seminar an und erzählte, dass nach vierzehn Tagen ihre Mitarbeiter völlig anders reagierten. Offenbar hatte die Frau ihre Einstellung gegenüber den Mitarbeitern und sich selbst geändert.
OZ:
Seit wann arbeiten sie nach diesem Konzept?
G. Krebs:
Weil wir damals rund um die Uhr gearbeitet hatten, kam meine Frau 1989 auf die Idee, zur Entspannung reiten zu gehen. Dann arbeiteten wir sechs Jahre lang hobbymäßig mit unseren Pferden. Damals boten wir für unsere Geschäftspartner auch EDV-Seminare, deren Teilnehmer großes Interesse an den Tieren zeigten. Zudem halfen wir einer gestressten Kollegin mit unseren Pferden über ein schweres Stimmungstief hinweg. Das alles brachte uns letztlich dazu, 1996 gemeinsam mit einer Psychologin unser Trainings-Konzept auszuarbeiten. Im Februar ’98 starteten wir am Bodensee das erste entsprechende Seminar. Dann managte ich das alte Bildschirmtext-System btx bei t-online ab und zog in den Odenwald. Von dort kamen wir letztes Jahr hierher nach Mecklenburg.
OZ:
Mit allen Geschäftspartnern des mittlerweile etablierten Seminarbetriebes G & K HorseDream?
G. Krebs:
Genau. Dazu zählen Firmen wie Nokia, McDonald’s, Generali oder Toshiba und Siemens.
OZ:
Und die aktuelle Krise schlägt sich hier nicht nieder?
G. Krebs:
Nein. Viele merken dadurch erst jetzt, dass sie mit Menschen arbeiten und nicht mit Geld.
K. Krebs:
Es geht auch darum, dass die Manager jetzt für sich begreifen, dass man Respekt nicht einfordern kann, sondern ihn sich verdienen muss. Wir haben schon seit 1996 die Meinung vertreten, dass, wer führen will, dienen können muss. Dafür wurden wir damals nur ausgelacht. Erst nachdem Frau Merkel gesagt hat, sie wolle Deutschland dienen, änderte sich das.
OZ:
Sie planen für diesen September sogar eine internationale Konferenz in Klein Nienhagen?
G. Krebs:
2004 gründeten wir eine Organisation, die wir European Association for Horse Assisted Education genannt haben. In der EAHAE sind inzwischen 190 Trainer aus Europa, Australien, Amerika und Afrika Mitglied. Sie sind an unserem Training interessiert oder wenden es bereits selbst an. Pferde verbinden Menschen. Wir sehen das Pferd als Brücke zwischen Menschen, Nationen und Kulturen und das spiegelt sich in unseren Seminaren wider. Das findet Interesse. So laden wir jährlich zu Konferenzen ein, nach Wien, Warschau und dieses Jahr nach Klein Nienhagen, 2010 nach Irland.
OZ:
Wie kommen die erwarteten 80 Gäste hierher, wo werden sie wohnen? G. Krebs: Wir holen sie vom Flughafen Hamburg oder von Laage ab, sie übernachten auf Gut Klein Nienhagen, im Satower Hotel „Weide“ und im Kühlungsborner Hotel „Waldkrone“. Die Konferenz wird hier oben auf dem Dachboden laufen, wo auch immer die Hochzeiten stattfinden. Die Pferdeübungen können in der neuen Halle oder hier auf dem Platz erfolgen. Interview: THOMAS HOPPE

Frischer Wind auf Gut Klein Nienhagen

Mecklenburger Pferde - Ausgabe November 2008

Der Ferien- und Pferdehof Gut Klein Nienhagen wurde in den Jahren 1998 bis 2001 liebevoll saniert und denkmalgerecht wiederhergestellt. Im Laufe der folgenden Jahre entwickelte sich der Betrieb zu einem deutschlandweit beliebten Ferien- und Pferdehof mit Event- und Incentive (Anreiz)-Veranstaltungen. Auf Gut Klein Nienhagen werden 14 Ferienwohnungen angeboten, die gemütlich im Landhausstil eingerichtet sind. Die originellen und stimmungsvollen Veranstaltungs- und Seminarräume bieten den würdigen Rahmen für Hochzeiten, Familien- und Betriebsfeiern. Die an den ersten beiden Adventswochenenden durchgeführten historischen Weihnachtsmärkte mit Kunsthandwerkerausstellungen finden überregionale Liebhaber. In diesem Jahr wird durch den Bau einer Reithalle die Voraussetzung für den Ausbau des Reit-Zentrums geschaffen. ....

Reit-Zentrum in schöner Atmosphäre
Die besondere Atmosphäre der traditionellen Gemäuer des ehemaligen Rittergutes Klein Nienhagen verbinden die Werte der qualifizierten Angebote rund ums Pferd sehr gut mit den Bedürfnissen und Vorstellungen anspruchsvoller Klientel. Gut Klein Nienhagen bietet ein differenziertes Angebot, das sich aus den Bereichen Reitunterricht, Pferdebetreuung, Lehrgänge, Seminare, Freizeit und Tourismus zusammensetzt. Weiterentwicklung von Pferden und Korrekturpferden steht bei Beritt im Vordergrund. Darüber hinaus wird eine solide Grundausbildung junger Pferde angeboten. Reitschüler werden individuell betreut. Aber auch Freizeitreiter kommen auf ihre Kosten. Rund um das Gut Klein Nienhagen erstreckt sich ein ansprechendes Ausreitgelände. Der Fernreitweg von Lübeck nach Stettin führt am Gut Klein Nienhagen vorbei. Für mitgebrachte Pferde von Urlaubern stehen große Boxen, Paddocks und sepa-rate Koppeln zur Verfügung. Pferdeeinsteller können zwischen dem Sportpferdestall und dem Freizeitstall wählen. In beiden Ställen befinden sich klimatisch hervorragende Boxen, die auch für Allergikerpferde geeignet sind. Der Montagebeginn der Reithalle beginnt im Oktober.

Firma HorseDream als Partner
Partner von Gut Klein Nienhagen ist die Firma HorseDream, die mit eigenen Pferden (Friesen) pferdegestütztes Führungskräftetraining durchführt. Das Unternehmen vermittelt elementare Einsichten in bewusste und unbewusste Prozesse der Mitarbeiterführung. In den HorseDream-Teamtrainings wird den Teilnehmern zuerst die Funktion der Führung nahe gebracht, mit der Maßgabe, dass in einem Team jeder bereit sein muss, zeitweise die Führung zu übernehmen. Damit wird Verantwortungsbewusstsein und Verantwortungsbereitschaft zur Grundlage der Teamarbeit. Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und gegenseitiger Respekt werden gefördert. HorseDream-Seminare finden auf Gut Klein Nienhagen ab Oktober statt.

 

Reithalle wächst im Rekordtempo

OZ-Wochenendausgabe, 25. Oktober 2008 | Neubukow und Kröpelin

Auf dem Gut Klein Nienhagen, das zum Reit-Zentrum ausgebaut werden soll, entsteht eine neue Reithalle. Gestern wurde das Richtfest gefeiert. Eine Insel für Pferde und Reiter zu schaffen – das ist die Vision von Bianca und Jan Glöe. Vor zehn Jahren haben sie das Gut Klein Nienhagen gekauft und es seitdem zum Schmuckstück saniert. Schon lange zieht der Ferien- und Pferdehof Touristen in die Region. Bisher jedoch hauptsächlich im Sommer. Um künftig auch in der kalten Jahreszeit Gäste zu locken und sich auf dem Markt der Urlaubsanbieter weiter abzugrenzen, setzen die Gutsherrn auf ein neues Konzept: Auf dem Hof, der u.a. über 14 Ferienwohnungen, eine Heuherberge im Kornspeicher sowie Schlafplätze in einer Holzhäuschenlandschaft, verfügt, soll ein Reit-Zentrum entstehen. ...Im Mittelpunkt des Konzepts steht die neue Reithalle, die zurzeit im Rekordgeschwindigkeit aus dem Boden wächst: Ende September rückten die Bauleute an und fertigten das Fundament. Vor knapp zwei Wochen begannen die Arbeiten an der Holzkonstruktion. Gestern wurde das Richtfest gefeiert. „Ab Montag wird das Dach gedeckt, in der kommenden Woche sollen die Seitenwände stehen“, berichtet Jan Glöe. Im Anschluss wird der Fußbodenbelag aufgetragen. Die Bauherrn haben dafür eine spezielle Mischung, die mit Kunststofffäden durchzogen ist, gewählt. „Sie schont die Gelenke der Pferde und spart dadurch später Tierarztkosten.“ Damit am 22. November das Training in der 20 mal 45 Meter großen Reithalle beginnen kann, muss der Bau weiter zügig voran gehen. Knackpunkt sind die Fenster, deren Lieferzeit unklar ist. „Wir hatten uns bei der Auftragsvergabe etwas schwer getan, weil die Optik stimmen sollte“, sagt Bianca Glöe. Damit die Halle später lichtdurchflutet ist, sei die Wahl schließlich auf große Holzrahmen, gefüllt mit Isolierglas, gefallen. Doch egal, wann die Fenster eingebaut werden – das erste Seminar ist schon vor Weihnachten avisiert. Ab dem Frühjahr beginnen die Wochenendseminare, für die Pferde-Experten ins Boot geholt werden sollen. Erste Kontakte sind geknüpft. Unter anderem soll die Ausbildung zum Reittherapeuten im Programmheft des Reit-Zentrums stehen. Das erste Seminar findet bereits ab Sonntag statt. Da die Reithalle noch nicht genutzt werden kann, weicht die Firma Horse Dream, die ein Training für Führungskräfte anbietet, in ein Zelt aus. Mit der Hilfe von Pferden sollen Chefs in Klein Nienhagen bis Mittwoch lernen, wie sie klare Anweisungen geben können um ihre Ziele zu erreichen. CHRISTINE BORGWALD

Gutshof als Insel für Pferde und Reiter

OZ- Wochenendausgabe, 06. September 2008 | Neubukow und Kröpelin:

Gutsbesitzer Jan und Bianca Glöe setzen aufs Pferd: In Klein Nienhagen entsteht ein Reit-Zentrum. Der Ferienhof soll so künftig das ganze Jahr für Urlauber attraktiv sein. Ab Oktober wird die Reithalle gebaut. Pläne für eine Reithalle auf dem Gutshof Klein Nienhagen gibt es schon länger. Jetzt haben Jan und Bianca Glöe, die das Anwesen vor zehn Jahren gekauft und seitdem saniert haben, die Baugenehmigung und eine Zusage des Landesförderinstituts in der Tasche. Es kann also losgehen. „Die Aufträge wurden im Juli vergeben, derzeit wird die Statik geprüft, so dass in Kürze mit den Fundamentarbeiten begonnen werden kann“, informiert Bianca Glöe. Die Montage der Holzkonstruktion ist für Mitte Oktober avisiert. Der Termin für die Eröffnung steht auch schon: Ab dem 22. November beginnt das Training in der 20 mal 45 Meter großen Reithalle. Auf dem Ferien- und Pferdehof in Klein Nienhagen hat sich in diesem Sommer einiges getan:  ...Katrin Meyer, die mit ihrem Hengst Sandro Blues seit Anfang August auf dem Gutshof trainiert, wurde auf dem Reitturnier in Passin als beste Mecklenburgerin in der internationalen Jugenddressur platziert.

Damit das neue Konzept aufgeht, gab es in den vergangenen Wochen bauliche Veränderungen: Im historischen Stall wurde ein separates Domizil für Privatpferde eingerichtet. Zwei von insgesamt sechs Plätzen sind bereits vergeben. Hinter dem Namen „Touristikstall“ verbergen sich zudem zwölf Boxen für die Pferde von Freizeitreitern, die die Pension für ihren Vierbeiner dauerhaft buchen oder das eigene Pferd einfach in den Urlaub mitnehmen können. Damit alle auf ein eigenes Areal zurückgreifen können, sollen auf dem rund acht Hektar großen Weideland einige kleinere Koppeln entstehen. „Wir wollen hier eine Insel für Pferde und Reiter schaffen“, sagt Bianca Glöe. Die Besonderheit in Klein Nienhagen: Freizeitpferde sind ebenso willkommen wie erfolgreiche Turnierpferde. „Neben der guten Ausbildung setzen wir auf das Miteinander. In den vergangenen Wochen wurden neben dem Reitunterricht auch Reitprüfungen für Kinder angeboten. Mit großem Eifer hätten die Lütten – die Jüngste war gerade einmal vier Jahre alt – die Theorie gepaukt und später die sogenannten Motivationsabzeichen wie „Steckenpferd“ oder „kleines und großes Hufeisen“ erhalten. Bei der Praxisausbildung hätten viele Eltern gleich mitgemacht, sich selbst aufs Pferd gesetzt. Mit dem Reit-Zentrum wollen sich die Gutsbesitzer weiter auf dem Markt der Urlaubsanbieter in der Region absetzen; die Gäste auch in der kalten Jahreszeit locken. Kern des Konzepts ist daher die Reithalle, in der ab dem Frühjahr ganzjährig Wochenendseminare stattfinden sollen. Kontakte habe man bereits zu mehreren Kooperationspartnern geknüpft, berichtet Bianca Glöe. So wird die Firma Horse Dream ab Oktober ein Training für Führungskräfte in Klein Nienhagen anbieten. Mit der Hilfe von Pferden sollen Chefs dann lernen, wie sie klare Anweisungen geben können und so ihre Ziele erreichen. CHRISTINE BORGWALD

Im Dunkeln riecht alles anders

OZ: Dienstag, 26. August 2008 | Neubukow und Kröpelin

Ein Wildniscamp findet in dieser Woche auf dem Gut Klein Nienhagen statt. Sechs Kinder testen Grundlagen fürs Über- leben in der Natur.

Klein Nienhagen „Jetzt riechen wir wie Räuchermännchen“, sagt Fabian (11), der gegen ein bisschen Wildnis-Duft allerdings gar nichts einzuwenden hat. Hauptsache, es ist warm. Und dafür sorgt das Feuer, das er mit Ulrike Rodriguez (42) entfacht hat. Nur mit ein paar Holzspänen und einem Streichholz. „Der Trick ist die Birkenrinde“, verrät die Wildnispädagogin. Sie hat zu einer ganz besonderen Ferienwoche auf das Gut Klein Nienhagen eingeladen. In einem Wildniscamp lernen sechs Kinder aus Schwerin seit Sonnabend die Grundlagen für das Überleben im Wald. „Wichtig ist, genug Feuerholz zu suchen“, weiß Ann Charloth (11). Gemeinsam mit den fünf anderen Kindern und Betreuer Felix Hahn (18) hat sie schon eine Nachtwanderung unternommen. Wichtig für die Orientierung im Dunkeln: sich auf alle Sinne, nicht nur die Augen, zu verlassen. „Dann riecht plötzlich alles ganz anders“, findet Hannah Sophie (11), die genau wie die anderen Seminarteilnehmer für das Überlebenstraining einen weiteren Namen bekommen hat. „Sumpfdotterblume.“ Michelle (11), die sich zurzeit „Fingerhut“ nennt, zeigt, was sie schon gelernt hat: Das Räuchern von getrocknetem Salbei. „Das ist besonders gut für die Konzentration“, informiert Ulrike Rodriguez. Und die wird gebraucht. Denn Teil der Veranstaltung ist die englische Sprache, unter anderem, so die Camp-Leiterin, weil die meisten Wildnisfertigkeiten von nordamerikanischen Naturvölkern stammen. Warum sie beim Wildniscamp dabei ist, kann Ann Charloth schnell erklären: „Ich wollte in der Natur sein, was richtig abenteuerliches erleben. Außerdem kenne ich die anderen aus der Schule.“ Und auch das Heu habe sie gereizt. Denn übernachtet wird in der Heuherberge des Gutshofes von Bianca und Jan Glöe. Mit einer Ausnahme: Wer sich traut, darf im Laufe der Woche einmal im selbst gebauten Unterstand schlafen. Bis Donnerstag wollen die Abenteurer möglichst oft in der Natur unterwegs sein. Gestern gab’s schon mal eine längere Wanderung. Mit Kompass und selbst gemalter Karte, wurde der Weg zum Fuchsberg erkundet. Nahe Alt Karin suchten die Kinder Tierspuren, nahmen Kräuter und Federn mit, um sie später mit Hilfe von Büchern genau zu bestimmen. Weitere Themen sind der Bau von Werkzeugen und die Sicherheit im Gelände. Auch die Frage, wie Wasser beschafft werden kann, soll geklärt werden, damit die kleinen „Wildnis-Experten“ später zu Hause Tipps geben können. „Ich will diese Camps auch für die ganze Familie anbieten. Denn viele Erwachsene sollten die Verbindung zur Natur entdecken“, findet Ulrike Rodriguez. CHRISTINE BORGWALD

Auf den Spuren wilder Tiere

OZ - Wochenendausgabe, 16. Februar 2008

Der Marderhund (Foto) kommt in letzter Zeit immer häufiger in unseren Wäldern vor. Mehr über ihn und viele andere Tiere des Waldes ist am Sonntag auf einer familienfreundlich geführten Wanderung zu erfahren, zu der der Verein Satower Land einlädt. Treffpunkt wird das zwischen Kröpelin und Satow gelegene Gut Klein Nienhagen sein. Besitzer Jan Glöe erwartet die Wanderer um 10 Uhr mit frischem Kaffee. Auf der Wanderung wird Udo Taugerbeck, Jäger vom Hegering Groß Bölkow, Wissenswertes vermitteln. Gegen 13 Uhr kann man sich dann im Gutshaus einen Teller Wildgulasch vor dem knisternden Kamin schmecken lassen.

Donnerstag, 07. Februar 2008 

Er sieht aus wie ein Waschbär, klettert aber nicht auf Bäumen, miaut, knurrt oder winselt. Der Marderhund kommt immer häufiger in unseren Wäldern vor. Mehr über ihn und viele andere Tiere des Waldes ist am 17. Februar auf einer familienfreundlichen Wanderung zu erfahren, zu der der Verein Satower Land einlädt. Treffpunkt wird das zwischen Kröpelin und Satow gelegene Gut Klein Nienhagen sein. Besitzer Jan Glöe erwartet die Wanderer um 10 Uhr mit frischem Kaffee. Auf der Wanderung wird Udo Taugerbeck, Jäger vom Hegering Groß Bölkow, Wissenswertes über unsere heimischen Wildtiere vermitteln. Gegen 13 Uhr kann man sich dann im Gutshaus einen Teller Wildgulasch vor dem knisternden Kamin schmecken lassen.

Gutshäuser der Region – heute: Klein Nienhagen

OZ - Freitag, 08. Februar 2008 | Neubukow und Kröpelin HISTORIE

Sie haben Jahrhunderte auf dem Buckel und könnten sicher so manche Geschichte erzählen. Doch viele Gutshäuser verbinden auch Tradition und Moderne, manche haben interessante Nutzungskonzepte. In einer neuen Serie stellt die OZ diese historischen Schätze vor. Zum Auftakt heute das Gut Klein Nienhagen. Klein Nienhagen Für Bianca (44) und Jan Glöe (51) war es Liebe auf den ersten Blick. „Land und Leute haben uns von Anfang an begeistert.“ Jahrelang hatte das Paar eine Wochenendehe geführt. Jan Glöe arbeitete in Rostock, Bianca Glöe in Kiel. Zum Ausklang der Woche trafen sich beide in ihrer damaligen Heimat, in Schleswig-Holstein. „Wir haben ein Haus in der Region zwischen Rostock und Wismar gesucht. Eigentlich nur etwas, wo wir selbst leben und zur Jagd gehen können. Und Platz für Pferde sollte sein.“ Im November 1996 stand der Besichtigungstermin in Klein Nienhagen an. „Für mich war sofort klar, dass das der Ort ist, an dem ich alt werden will. Irgendwie hat er etwas, eine besondere Ausstrahlung. Auch wenn damals am Stall kein einziges Fenster heil war“, erinnert sich Bianca Glöe. „Wir haben den Hof getrennt von einander gesehen, wollten später gemeinsam überlegen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns beide längst in das Haus verliebt.“ Schnell war klar, dass der Gutshof zu groß ist, um ihn allein zu bewohnen. Ein Nutzungskonzept musste her. „Das war nicht so einfach, denn noch immer sind wir beide voll berufstätig.“ Die Entwicklung zum Ferienhof wurde in mehreren Etappen vollzogen. Als Familie Glöe im Mai 1997 auf den Hof kam – zunächst konnte das Areal lediglich von der Gemeinde gemietet werden – waren noch mehrere Zimmer bewohnt. „Glücklicherweise. So wurde das Gebäude wenigstens teilweise stets beheizt“, sagt Bianca Glöe. Der Startschuss für das Mamutprojekt fiel mit der Renovierung des Nordflügels. Heizung- und Sanitäranlagen wurden erneuert, teilweise andere Fenster eingesetzt. Damit war die Ära von Ofen und Kohle Geschichte. Doch alles nicht mehr als ein Anfang. Erst im folgenden Jahr konnten die neuen Gutsherren den Besitz kaufen. Bis dato hatten die Nachfahren des letztes Besitzers, Ferdinand Graf von Polier, noch so genannte Restitutionsansprüche; will heißen: die Erbengemeinschaft forderte die Rückübertragung. Nun begann Familie Glöe mit dem Löwenanteil der Baumaßnahmen: In Abstimmung mit der Denkmalpflege wurden zwei Flügel auf der Rückseite des Haupthauses abgetragen, die hintere Fassade neu gestaltet. Die Mittelachse wurde umgebaut, mit den Steinen des ehemaligen Schafstalls eine Freitreppe, die heute in den Park führt, errichtet. Eine 280 Quadratmeter große Terrasse wurde geschaffen. Sie wird vor allem für Hochzeitsfeiern oder Familienfeste genutzt. Im Gutshaus stehen zwei Ferienwohnungen zur Verfügung. Auf den Außenanlagen wurde klar Schiff gemacht, zahlreiche kleine Ställe abgerissen. „Nach dem Krieg wohnten bis zu 16 Flüchtlingsfamilien im Haus. Alle hatten noch einen Schuppen“, berichtet Bianca Glöe. Das Gästehaus, ehemaliges Wirtschaftsgebäude des Guts, wurde wiederhergestellt. Schon nach kurzer Bauzeit, Anfang 1999, fanden die ersten Urlauber eine Herberge in den zwei Ferienwohnungen. Heute verbindet das Gästehaus Klassik und Moderne. Wo inzwischen vier Ferienwohnungen eingerichtet wurden, sind noch immer die uralten, handgearbeiteten Balken zu sehen. Gleichzeitig trägt das Gebäude mit der Eingangstür und dem wiederhergestellten Tor einige typische Stilelemente Schleswig-Holsteins. „Jeder Besitzer sollte irgendwo seine Handschrift hinterlassen“, findet Bianca Glöe und weist dabei auf die ochsenblutrote Fassadenfarbe und die grün-weißen Fenster hin. Mit viel Sorgfalt wurde die Remise rekonstruiert. „Das Haus hatte überall Löcher“, berichtet Frau Glöe. „Die alten, historischen Rundfenster waren in der DDR-Zeit entfernt worden.“ Die Remise bekam wieder ihr altes Gesicht: Die Rundbögen, gemauert aus alten Steinen, kehrten zurück. Anhand der Sparrenbreite erkannten Jan Glöe, dass einst ein Reetdach Schutz geboten hatte. Es wurde wieder aufgebaut. Inzwischen kommt der Remise eine ganz neue Nutzung zu: Während das Haus in Besitz des Grafen Herberge der Arbeitspferde; zu DDR-Zeiten kombiniertes Stall- und Wohngebäude war, ist es jetzt im Sommer vorrangig ein Gutshof-Café. Es wird zu kulturellen Veranstaltungen geladen. Demnächst soll ein kleiner Seminarraum entstehen, in dem unter anderem Schulungen im Rahmen der Reiterausbildung stattfinden sollen. Ein Kraftakt war die Sanierung des Stalls, der 1913 gebaut wurde. „Zu DDR-Zeiten hatte er sehr gelitten. Der Stall wurde in Zusammenhang mit der Bewirtschaftung der LPG Altenhagen als Lager genutzt“, weiß die Gutsherrin. Weil die Eingänge für die großen Maschinen zu klein waren, wurden die historischen Torbögen beschädigt. Nur mit Hilfe alter Aufnahmen konnten diese wieder rekonstruiert werden. Heute ist der Stall nicht nur das Domizil zahlreicher Pferde, die auf dem ehemaligen Rittergut leben, sondern bietet auch viel Platz für Urlauber. Acht Ferienwohnungen wurden auf dem Kornspeicher ausgebaut. Damit bringt es der Hof unterm Strich insgesamt auf 14 Urlaubsappartments. Ein großzügig geschnittener Raum bietet bei Veranstaltungen Platz für 150 Personen. Ein Heuhotel wurde zudem errichtet, zurzeit entsteht auf dem Boden eine Holzhäuschenlandschaft, die bis zur Hauptsaison fertig sein soll. Zehn Jahre nach dem Kauf des Guts Klein Nienhagen zieht Familie Glöe ein positives Resümee: „Die Gutshofanlage hat sich zu einem beliebten Ferien- und Pferdehof entwickelt“, sagten die Gutsherren. Die Innenhofanlage ist inzwischen weitestgehend saniert, lediglich an der rückwärtigen Außenhülle fehlt noch der letzte Schliff. Vorgesehen ist außerdem der Bau einer Reithalle, der noch in diesem Jahr realisierst werden soll. Doch Jan und Bianca Glöe setzen sich nicht unter Zeitdruck, wissen beide: So ein Besitz ist eine Lebensaufgabe. Schlichtes Haupthaus 1923 aufgestockt Irgendwann zu DDR-Zeiten war die schmiedeeiserne Ziffer „2“ am Giebel des Gutshauses von Klein Nienhagen abgefallen. Nicht wenige Besucher stellte die nunmehr unvollständige Jahreszahl vor ein Rätsel. Die meisten tippten auf das Jahr 1913 als Entstehungszeit des Hauses, zumal auch das imposante Stallgebäude auf dem Hof aus diesem Jahre stammt. – Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte, denn in den neunziger Jahren wurde ein altes Foto gefunden, auf dem zu erkennen war, dass „1923“ am Giebel gestanden hatte. Dementsprechend wurde die Jahreszahl bei der Sanierung ergänzt und kündet nun wieder von der erstaunlichen Tatsache, dass der damalige Gutsbesitzer, Ferdinand Graf von Polier, im schlimmsten Jahr der Inflationszeit in der Lage war, sich dieses schöne Herrenhaus zu errichten. Es handelt sich um einen zweigeschossigen Putzbau mit hohem Walmdach. Die beiden äußeren Achsen der Hauptfront sind durch Wandvorlagen (so genannte Lisenen) gerahmt und durch ein leichtes Vorziehen des Daches betont. Besonders hervorgehoben ist der Mittelteil des Gebäudes mit dem reich ausgestalteten Haupteingang und dem alles bekrönenden Staffelgiebel. Trotz der aufwendig gegliederten Fassade ist das Bemühen des namentlich nicht bekannten Architekten um eine klare, sachliche Formensprache zu erkennen. Sie vereint barocke und klassizistische Elemente ebenso wie Anklänge an den aktuellen Zeitgeschmack. Mit seiner Entstehung im Jahre 1923 stellt das Gebäude eines der jüngsten Gutshäuser im Landkreis dar. Dies gilt allerdings nur für sein äußeres Erscheinungsbild, denn bei der Erbauung wurden offenbar Teile des eingeschossigen Vorgängerbaues, eines sehr schlichten Gutshauses aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, übernommen. ALEXANDER SCHACHT CHRISTINE BORGWALD

Kunsthandwerker auf Gut Klein Nienhagen

Ostsee - Zeitung

Donnerstag, 29. November 2007 | Titelseite Bad Doberan

Klein Nienhagen Der fünfte historische Weihnachtsmarkt am 1. und 2., sowie 8. und 9. Dezember auf Gut Klein Nienhagen, ist gleichzeitig eine Premiere. Zum ersten Mal wird der historische Speicher des Marstalls in eine Holzhäuschen-Landschaft verwandelt. Dort, wo einst Kinder auf dickem Heu süß träumten, entsteht zur Advents-Zeit eine Ministadt, gefüllt mit kunsthandwerklichen Überraschungen. Dort bieten unter anderem Schmuckdesigner, Holzbildhauer, Porzellanmaler, Grafiker, Metallgestalter, Puppenmacher, Wohngestalter, Keramiker, Seidenmaler und Strickerinnen ihre Waren an. Die Sonnabend-Ausstellungen beginnen um 13 Uhr und enden gegen 17 Uhr. Sonntags kann ab 11 Uhr gebummelt werden. Auf die Kinder warten unter anderem der Weihnachtsmann und Ponyreiten. SABINE HÜGELLAND

Wochenendausgabe, 08. Dezember 2007 | Neubukow und Kröpelin

Historischer Markt auf dem Gutshof Klein Nienhagen
Der Duft von selbstgebackenen Plätzchen, Glühwein und Tannenzweigen liegt in der Luft. Auf dem Gut Klein Nienhagen werden bei den Gästen auch am zweiten Adventswochenende Erinnerungen an die Weihnachtsfeste in ihrer Kindheit wach. Auf dem fünften historischen Weihnachtsmarkt des Kulturvereins Gut Klein Nienhagen präsentieren ausgewählte Kunsthandwerker aus der Region ihre Arbeiten. Mit dabei sind Schmuckdesigner, Holzbildhauer, Grafiker, Maler und Metallgestalter. Die Besucher dürfen sich auf Gestecke, Strickwaren, Puppen, Keramik, Strandgut-Skulpturen, Seidentücher, Wohndesign und vieles mehr freuen. Einige Überraschungen warten auf die Kinder, beispielsweise Ponyreiten und ein Weihnachtsmann. Wie am vergangenen Wochenende findet der Weihnachtsmarkt in der wunderhübschen Holzhäuschenlandschaft auf dem historischen Speicher des Marstalls statt. Wer der Alltagshektik entfliehen will, ist auf dem Gutshof auf jeden Fall am Sonnabend zwischen 13 und 17 Uhr richtig. Am Sonntag öffnet der historische Weihnachtsmarkt zwischen 11 und 17 Uhr seine Pforten.

OZ-Dörfertour: Klein Nienhagen Weit weg vom Trubel

OZ - Wochenendausgabe, 03. November 2007 | Titelseite Bad Doberan OZ-Dörfertour:

Rund 20 Kilometer von der Küste entfernt liegt Klein Nienhagen. 34 Menschen leben hier. Klein Nienhagen. Vergessene Welt. Über die Pflastersteinstraße scheinen noch heute regelmäßig die Postkutschen zu fahren. Der Teich vor dem Gut, die kleine Brücke – Idylle, zurückgeblieben aus einer Zeit, in der noch mit Gold- und Silbermünzen gezahlt wurde. 1374 wird Nyenhagen oder auch Newenhagen erstmals erwähnt. Nur ein paar Mal im Jahr erwacht Klein Nienhagen aus seinem Dornröschenschlaf, lädt ein, auf dem Gut zu bummeln, zu schlemmen und zu feiern. Immer dann, wenn das Jahr sich dem Ende neigt, oder Ostern vor der Tür steht. Handwerkermärkte. Nach dem Trubel sind die Einwohner froh, wenn wieder Ruhe einkehrt. Nur 34 Menschen leben in Klein Nienhagen, in einer Handvoll Häuser. Was treibt in diese Gegend, wo es keinen Arzt und keine Einkaufsmöglichkeit gibt? „Wir haben es hier doch gut. Kein Stress, immer ruhig“, sagt Rita Jenke. „Ich bin hier geboren. War einige Jahre wegen Ausbildung und Arbeit fort.“ Sie kam zurück und vermietet heute Ferienwohnungen. „Wir sind hier alle per du. Fast jedes Jahr feiern wir gemeinsam ein Sommerfest am Teich mit Grillen und so.“ In den 70er-Jahren wurden die Kühe noch durch das Dorf getrieben. „Vor Angst bin ich immer ins Haus gerannt“, entsinnt sich die heute 46-Jährige. Die beiden Ställe fielen in den 80er-Jahren der Abrissbirne zum Opfer. Modernes kam erst spät: „Bis in die 80er-Jahre habe ich Wasser noch von der Pumpe geholt“, erzählt Mutter Gerda Groß, die fünf Kinder zu ernähren hatte. Eines davon besitzt Adleraugen. Klaus Groß ist bekannt dafür und findet jeden essbaren Pilz, der sich bis Anfang November noch aus der Erde traut. Nur: „Ich selbst esse die glitschigen Dinger nicht.“ Bianca und Jan Glöe erwarben die Gutsanlage 1998 von der Gemeinde Altenhagen. Da war von dem einstigen Glanz nicht mehr viel übrig. Heute ist das Gut nicht nur beliebtes Ausflugsziel, auch Hochzeitspaare wählen gerne das romantische Ambiente für den schönsten Tag in ihrem Leben. Urlaubsgäste finden in 14 Ferienwohnungen Platz. Der Reitbetrieb ist für Groß und Klein ausgerichtet. Das Gutshaus aus dem 19. Jahrhundert wurde 1923 völlig umgebaut. Der 86 Meter lange, mehrgeschossige Pferdestall stammt aus dem Jahr 1913. Damals standen in der Remise die Kutschen. Heute wird dort gefeiert. Der Platz reicht für bis zu 80 Gäste. Umgebaut wird immer noch. In diesem Winterhalbjahr erhält die Küche eine Kompletterneuerung. Der alte Heuboden dient in Zukunft für die zur Tradition gewordenen Kunsthandwerker-Weihnachtsmärkte. Am 1. und 2. sowie am 8. und 9. Dezember ist es wieder so weit. Unweit des Gutshauses beginnt der Lehr-und Naturerlebnispfad. Der erst im letzten Jahr eingeweihte Pfad besitzt 14 Stationen und eine Ursprünglichkeit, für die sich Groß und Klein begeistern. Die Abgeschiedenheit vieler Dörfer zieht magisch Menschen an, die vom Stadtrummel die „Nase voll“ haben. So auch in Klein Nienhagen. Dr. Rainer Jaskulke kam vor zwölf Jahren mit Familie aus Rostock ins Dorf. In seinem Garten treffen sich ab und an Dorfbewohner, um den Kopf in den Nacken zu legen. Immer dann, wenn Dr. Jaskulke in seine Mini-Sternwarte einlädt, durch das Newton-Teleskop in den Nacht-Himmel zu schauen. Begonnen hat er vor vier Jahren und baut die Technik seitdem immer weiter aus. „Ist sehr spannend“, kann Helmut Lehner darüber berichten. Der 53-Jährige besitzt eine Firma für Heizung und Sanitär und beschäftigt fünf Angestellte. Vor 17 Jahren zog er von Kröpelin nach Klein Nienhagen und wurde gleich freundlich aufgenommen.

Klein Nienhagen – Idylle und Eintracht im lütten Gutsdorf zwischen Feldern. SABINE HÜGELLAND

Konzerte auf Gut Klein Nienhagen

OZ- Freitag, 05. Mai 2006

Klezmer-Musik auf dem Gut Klein Nienhagen
Der Verein „Satower Land“ und Gastgeber Familie Glöe laden in die Remise des Gutes Klein Nienhagen ein. Dort wartet das Sextett „Halb & Halb" morgen ab 19.30 Uhr mit einem Programm auf. Jiddische Instrumentalmusik, Songs zeitgenössischer Interpreten und eigene Lieder werden vorgetragen. Karten für 8 Euro können unter Tel.: 038292/7 89 9 1 oder übers Internet (www.satower-land.de) bestellt werden.

OZ - Wochenendausgabe, 02. Juli 2005

Keltischer Gesang
Lieder und Legenden aus Irland präsentiert Hilary O'Neill am Sonntag auf Gut Klein Nienhagen zwischen Kröpelin und Satow. Ihr Konzert beginnt um 17 Uhr. Die Sängerin und Harfenistin Hilary ONeill ist eine der großen Vertreterinnen traditionellen keltischen Gesangs. Ihr reichhaltiges Repertoire fußt auf einem weiten kulturellen Hintergrund von klassischen Liedern, Geschichten und Legenden. Der Eintritt kostet zehn Euro. Kartenreserverungen unter Tel.: 038292 / 7 89 91

 

OZ - Wochenendausgabe, 19./ 20. Juli 2003 Neubukow und Kröpelin

Looping live: Toller Abend im Hof-Café Klein Nienhagen (OZ)
Zwischen ihren Gastspielen vorgestern in Lübeck und heute auf der IGA in Rostock fand die Gruppe „Looping“ gestern Abend im Café „Zeit“ auf dem Gut Klein Nienhagen viel Anklang mit ihrer mitreißenden Musik. Die vor drei Jahren von Gert Kilian (Deutscher Schallplattenpreis 1978) gegründete Band faszinierte mit Rhythmen, Melodien und Instrumenten aus Afrika, Indonesien, Indien und der Karibik. Das Instrumentarium des Quintetts besteht unter anderem aus Djembé, Darabuka, Drumset und Balafon. Von Anfang an war die Spielfreude der einzelnen, überwiegend aus Frankreich stammenden Musiker deutlich herauszuhören. Heute 20 Uhr stellt im Hof-Café Johannes Kirchberg sein neues Chanson-Kabarett-Programm vor. Gäste sind auch hierzu herzlich willkommen. D. LÜBCKE

 

Schlendern durch Gutshausparks

OZ - Montag, 11. September 2006 | Titelseite Bad Doberan

Zum Tag des offenen Denkmals standen diesmal die Gärten und Parks im Vordergrund. Besucher konnten durch sonst verschlossene Gärten wandeln und sich inspirieren lassen.

Gerdshagen
Plaudernd schlendern Besucher durch die Parkanlage des Gutshofes. „Eigentlich ist das ja hier der Hofgarten. Als Park wurde damals der Wald hinter dem Haus angesehen“, erklärt Gutsherr Michael Arndt. Er hat wie viele andere Gutsbesitzer am Tag des offenen Denkmals teilgenommen. Um drei Hektar Land muss Arndt sich kümmern. „In den letzten Tagen habe ich viel im Garten gearbeitet“, gesteht er. Der Einsatz hat sich gelohnt. Das Gelände vor dem alten Burggraben, in dem sich viele Jahrhunderte alte Bäume befinden, sieht gepflegt aus, teilweise verträumt. Im Hintergrund schimmert zwischen den Bäumen immer wieder der Gutshof durch. Von 1710 ist das Haus, das am 1. April 2000 von Michael Arndt und seiner Familie bezogen wurde. Kaum hat Arndt etwas erklärt, zupft schon der nächsten Gast an seinem Ärmel und will etwas wissen.

Klein Nienhagen
Auf dem Gut ist die Terrasse festlich gedeckt. Von dort kann der 3,5 Hektar große Park überschaut werden. „Die Blutbuche ist der zentrale Punkt im Park. Sie bildet die Sichtachse, die durch das Gutshaus hindurch zwischen die Kastanienallee bis zu einer zentral gepflanzten Eiche führt“, erklärt Gutsherrin Bianca Glöe den Gästen. „Die Schwarznuss überragt hier alle Bäume“, sagt sie. Es gibt hier Flügelnussbestände, eine schöne Lindengruppe und eine alte Eiche als Blickpunkte.“ Die wesentlichen Elemente sind um 1911 angelegt worden. Zum Tag des Denkmals boten die Gutsherren auch eine Führung durch den erst in diesem Jahr angelegten Naturlehrpfad an. „Bis zu zwei Stunden dauert die Führung, wobei wir 15 Stationen anlaufen“, so Steffen Kaufmane, der ein freiwilliges ökologisches Jahr absolviert. Das Gusthaus stammt aus dem 19. Jahrhundert und wird seit 1997 von den Glöes restauriert.

Groß Siemen
In Groß Siemen mit dem 1894 erbauten Haus im Neorenaissance-Stil, mussten damals die Wiesen trocken gelegt werden. Um 1346 gab es dort ein Rittergut. Inzwischen hat Edda Schütte, die mit ihrer Familie seit 2001 auf dem Gut lebt, eine englische Parklandschaft geschaffen. Sie züchtet englische und historische Rosen und legte für diese Blumen vor einem Jahr einen Garten an. „Drei Jahre dauert es, bis ein Garten gut gewachsen ist.“ Ein künstlicher See wurde geschaffen, der in der Sichtachse liegt. Edda Schütte hat vier Hektar zu bearbeiten. Wobei ihr die Wühlmäuse arg zu schaffen machen. „Ich bin dankbar für jeden Tipp“, sagt sie lachend. Viele Rosenfreunde kommen extra wegen der exquisiten Auswahl, die von ihr angeboten wird. „Ich schaue mir die Häuser an und meine Frau lässt sich über Rosen beraten. Anschließend sehen wir uns noch andere Gutshäuser an“, sagt Wolfgang Glöde aus Sievershagen. SABINE HÜGELLAND

Alte Bäume lockten Besucher an

OZ - Montag, 19. Juni 2006 | Stadt und Land

Neben vielen Gärten öffnete in der Aktion „Offene Garten- pforte“ auch die Parkanlage in Klein Nienhagen mit alten Bäumen. Klein Nienhagen Viele Kleingärtner beteiligten sich am Sonnabend an der Aktion „Offene Gartenpforte“ – initiiert von der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur. Die Gutsanlage Klein Nienhagen der Familie Glöe war wohl der einzige zu besichtigende Ort mit einer Parkanlage. „Wir fanden die Idee der offenen Gartenforte toll und haben uns angemeldet. Besucher sind bei uns aber immer herzlich willkommen", erklärt Besitzerin Bianca Glöe. Auf dem Gut befinden sich Ferienwohnungen sowie ein Heuhotel. Fünf Ponys, 15 Pferde, zwei Hunde und Katzen verschönern den Urlaub auf dem Bauernhof. Für die Besucher der „Offenen Gartenforte" war vor allem die 3,5 Hektar große Parkanlage interessant. Conny Petzold, die auf dem Gut ein freiwilliges ökologisches Jahr absolviert, führte die Naturfreunde herum. „Wir haben im Park einen alten Baumbestand, kombiniert mit einem später angepflanzten Obstgarten“, erklärt die 19-Jährige. Blutbuche, Schwarznuss, Zucker- und Bergahorn, eine kaukasische Flügelnuss und eine hängende Eberesche zählen zu den selten Bäumen. Dazu gesellen sich Obstbäume sowie Kornblumenbeete. Die Führung endete vor den noch jungen Rosskastanien vor dem Gutshaus – gleich neben den Steckrosen, Margeriten und Kirschbäumen. Mit dem Kröpeliner Gärtner Konrad Radtke, der lange vor seinem Ruhestand einmal auf dem Gut wohnte, hatte die 19-Jährige die Bäume bestimmt, um Besuchern Auskunft zu geben. „Wir haben von der Aktion und der Gutsanlage im Fernsehen gesehen. Da wir alle vier Naturliebhaber sind, wollten wir uns diese seltenen Bäume einmal aus der Nähe anschauen", erzählt Uwe Helms aus Rostock. „Es ist sehr schön hier. Wir werden bestimmt einmal wieder kommen.“ STEFANIE QUAAS

Entdeckungstour auf dem Gutshof

OZ - Wochenendausgabe, 20. Mai 2006 | Neubukow und Kröpelin

Wie weit die Tiere des Waldes springen können, lernen die Besucher des Ferien- und Pferdehofes Gut Klein Nienhagen ab Sonntag. Dann wird der neue Naturlehrpfad rund um Acker, Wald und Dorfteich eingeweiht. Klein Nienhagen Sechs Monate lang haben die ehrenamtlichen Helfer sowie arbeitslose Jugendliche aus der Region gewerkelt. Jetzt gibt er Einblicke in die Welt frei lebender Tiere und ursprünglicher Pflanzenarten: Am Sonntag wird der Naturlehrpfad auf dem Ferien- und Pferdehof Gut Klein Nienhagen ab 14 Uhr mit einem Fest eingeweiht. Nach der Eröffnung in der Remise, wird im Hofcafé zu einer Stärkung mit Pflaumenkuchen eingeladen. Dann wartet der Naturlehrpfad auf seine ersten Entdecker. 14 Stationen laden zum Verweilen ein. Schautafeln informieren unter anderem über das Leben in Teich, Hecke und Reisighaufen, die Welt der Vögel, das Rot-, Reh- und Schwarzwild, Kopfweiden sowie die Aufgaben der Jagd und die Naturverjüngung in den Wäldern. „Außerdem gibt es spannende Sinnes- und Naturspiele, bei denen die Besucher ihr Wissen rund um die heimische Fauna und Flora testen können“, sagt Conny Petzold, die ein freiwilliges ökologisches Jahr auf dem Gutshof absolviert. So verraten Würfel – wenn man sie in die richtige Position schiebt – aus welchem Holz sie gefertigt sind. Ein Parcours zeigt, wie weit die Tiere des Waldes hüpfen. „Dabei sind erstaunliche Ergebnisse zu sehen. So kann das Wildschwein beispielsweise vier Meter weit springen“, erzählt Conny Petzold. Etwa eine Stunde lang wird die Entdeckungstour rund um Acker, Wald und Dorfteich dauern. Um 15 Uhr findet die erste Führung auf dem Lehrpfad statt. „In Zusammenarbeit mit einer Försterin haben wir ehrenamtliche Führer geschult. Die können von Urlaubern und auf Anfrage von Schulklassen gebucht werden. Erste Kitas haben sich schon gemeldet“, erklärt Conny Petzold. CHRISTINE BORGWALD

 

Donnerstag, 11. Mai 2006 | Neubukow und Kröpelin

Naturlehrpfad wartet auf Entdecker Klein Nienhagen
Mit einem Fest auf dem Ferien- und Pferdehof Gut Klein Nienhagen wird am Sonntag, dem 21. Mai, ab 14 Uhr der neu gestaltete Lehr- und Naturerlebnispfades eingeweiht. Als Adresse für Erlebnisveranstaltungen und Landurlaub der besonderen Art ist das Gut Klein Nienhagen bekannt. Es liegt in einer der schönsten Gegenden Mecklenburg-Vorpommerns in der Nähe von Kröpelin. Ab diesem Frühjahr lädt es dazu ein, auf praktischen Erkundungstouren in die Welt frei lebender Tiere und ursprünglicher Pflanzenarten hineinzublicken. Am Tag der feierlichen Eröffnung wird auf dem gesamten Hof ein buntes Programm für die ganze Familie geboten. Den Mittelpunkt des Tages bildet die Einweihung des Pfades mit der Vorstellung des Projektes und der anschließenden ersten Führung über den Naturlehrpfad gegen 15 Uhr. Ausgebildete Führer begleiten die spannenden Streifzüge durch die örtliche Vielfalt der Flora und Fauna auf 14 Stationen und weisen die Besucher in die Geheimnisse der Wald- und Wiesenbewohner ein. Die Kleinen können dabei ihr Wissen über die Natur in einem Quiz rund um den Pfad testen, spannende Sinnes- und Naturspiele erleben, auf dem Kinderspielplatz mit Tipi toben oder Ponys reiten. Zu jeder Zeit steht das Hofcafé für eine kleine Stärkung offen und lockt mit selbstgebackenem Pflaumenkuchen und geselligen Runden. Die Besucher erwartet ein natur- und erlebnisreicher Wochenendausflug. Das gesamte Projekt wurde aus dem Programm „Kleinprojekte – Lokales Handeln für soziale Zwecke“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Die Mitglieder des Kulturvereins leisteten mit arbeitslosen Jugendlichen und ehrenamtlichen Helfern aus der Region großen Einsatz bei der Planung des Pfades, beim Bau der Tafelrahmen und der Wegegestaltung, um nun als Höhepunkt die Eröffnung zu feiern.

Weihnachtsmarkt mit Hexen

Montag, 28. November 2005 | Stadt und Land

Klein Nienhagen Er wird immer größer, beschaulicher und interessanter – der historische Weihnachtsmarkt auf dem Gut Klein Nienhagen. Zum dritten Mal lud Gutsfamilie Glöe am Wochenende zum Bummeln und Schlemmen ein. Ganz in mecklenburgischer Tracht: die Hausherrin. Bianca Glöe hatte Trachten in Schwarz mit roten Applikationen für sich und einige Angestellte vom Kulturamt ausgeliehen. Diesmal war nicht nur im Cafe ein kuscheliger Markt aufgebaut. Auch im Kornspeicher unter dem Dach lockten über 20 Kunsthandwerker mit ausgefallenen Angeboten. Traditionell kamen sie wie jedes Jahr vorzugsweise aus der Region. Sie verkauften unter anderem Gefilztes, handbemalte Weihnachtskugeln, edle und hochwertige Weihnachtsleckereien, Keramiken, Gestecke, Handgesponnenes, Malereien und viel edlen Schmuck. „Ich könnte da schon schwach werden“, sagte Andrea Schulz aus Rostock. Sie schaute sich die langen aus Halbedelsteinen und Perlen angefertigte Ketten an. Die Lütten zog es magisch zum Streichelzoo. „Die Tiere sind eine Leihgabe aus Tüzen. Dort befindet sich ein Heimtierpark“, so Bianca Glöe. Am Sonnabend war das Musiktheater Cammin mit dem Stück „Hexenweihnacht“ zu Gast. Am Sonntag zog der Weihnachtsmann und Knecht Rubrecht per Postkutsche aufs Gut. Auch am zweiten Adventswochenende ist Weihnachtsmarkt. Sonnabend und Sonntag können Besucher nächste Woche von 14 bis 18 Uhr schauen, stöbern, sich am Glühwein wärmen oder Leckereien naschen. Nähere Infos gibt es unter Tel.: 03 82 92-78 991.

Kutschfahrt ins Blaue

OZ - Dienstag, 18. Oktober 2005 | Neubukow und Kröpelin

Helmut Deutschkämer nennt sich Mecklenburgs erster Postkutschen-Kutscher. Seit gestern bietet er Fahrten vom Gut Klein Nienhagen an. Klein Nienhagen „Ruhig, Gustav!“ Kutscher Helmut Deutschkämer schaut seinem Pferd tief in die Augen. Dass Gustav nervös ist, mit seinem rechten Vorderhuf ausschlägt, könnte daran liegen, dass drei Zuchtstuten um ihn herumstehen an diesem kühlen Montagmorgen. Allerdings ist Gustav ein Wallach. Frauenreize wirken auf den Mecklenburger Warmblüter nicht mehr. Dass der Braune aufgeregt ist, hat eher damit zu tun, dass er angeschirrt ist und spürt, dass es gleich losgehen wird. Gustav und die drei Stuten Gloria, Dissy und Medina stehen auf dem Hof des Guts Klein Nienhagen – hinter sich ein 1700 Kilogramm schweres Vehikel, das sie an diesem Tag knapp 40 Kilometer durch Wald und Flur ziehen werden. Gelb blitzt die Karosserie, rot glänzen Achsen und Räder. „Es ist eine englische Postkutsche, die Ende der 90er-Jahre nach Originalunterlagen in einer polnischen Manufaktur hergestellt wurde“, sagt Helmut Deutschkämer, der sich selbst „Mecklenburgs erster Postkutschen-Kutscher“ nennt. Zu Hause, in Dabel bei Sternberg, ist Deutschkämer Landwirt, Pferdezüchter. Hier trägt er eine blaue Uniformjacke und einen breitkrempigen, schwarzen Hut. Englische Postkutschen, wie er eine fährt, gibt es eigentlich nicht mehr. Die letzte hat ihren Betrieb vor 100 Jahren eingestellt. „Der Wagen war einst gebaut worden, um Adlige zum Picknick zu bringen“, sagt Deutschkämer. Das Transportieren von Post war Nebensache. Der Stauraum ist entsprechend klein, der Platz für Gäste dagegen üppig. Zwölf Personen können mitfahren. Sie sitzen zum Teil 2,80 Meter über dem Erdboden. „Von dort oben haben sie einen wunderschönen Ausblick“, sagt Deutschkämer. „Und da wir mit einer Geschwindigkeit von fünf bis sieben Kilometern je Stunde reisen, haben die Gäste Zeit, sich jedes Blatt einzeln anzuschauen.“ Wer mitfährt, muss sich warm anziehen – trotz der Decken, die Deutschkämer und seine zweite Kutscherin Sabine Hecht verteilen. Mitfahrgelegenheiten gibt es noch heute und morgen. Los geht es jeweils 10 Uhr. Anmeldung und Preisinformation gibt es unter der Telefonnummer 03 82 92-7 89 91. THOMAS PULT

Trümmer-Torte ist im Hofcafé der Renner

Donnerstag, 08. September 2005 | Neubukow und Kröpelin

Schöne Ferienwohnungen und ein Heu-Hotel in idyllischer Landschaft, dazu viele Pferde – das Gut Klein Nienhagen hat viel zu bieten. Klein Nienhagen Der Weg zum Gutshof Klein Nienhagen – nahe Kröpelin gelegen – ist eine echte mecklenburgische Idylle: eine wunderschöne alte Lindenallee, weite wellige Felder zu beiden Seiten, gelegentlich ein Stück Kopfsteinpflaster auf der schmalen Straße, ein großer dunkler Teich mit schneeweißen Enten, und auf weiten Koppeln weiden Pferde. Das Gutshaus ist im Kern ein Bau des späten 18. oder frühen 19. Jahrhunderts, wurde 1923 umgebaut zu einem zweigeschossigen Putzbau mit Walmdach und erhielt zehn Jahre zuvor einen der größten und schönsten Pferdeställe, die es im Landkreis Bad Doberan gibt. Mehr als ein gutes Dutzend Besitzer verzeichnet die Chronik bis 1945. Danach wurde das Gutshaus ein Wohnhaus für bisweilen 16 Familien, und die heutigen Eigentümer sind Jan Heinrich und Bianca Glöe. Sie konnten 1998 das Anwesen von der Gemeinde Altenhagen erwerben, nachdem diese dem schlüssigen Nutzungskonzept zugestimmt hatte. Drei Jahre dauerte die anstrengende Sanierung und Restaurierung, immer begleitet von den Denkmalpflegern des Kreises, ehe der Ferien- und Pferdehof geworden war, was seine Besitzer sich erträumt hatten. Jan Heinrich Glöe (49), diplomierter Betriebswirt und auf einem Bauernhof in Schleswig-Holstein, nicht weit weg von Husum, groß geworden, teilt mit seiner Frau die Liebe zum Landleben, zur eigenen Scholle und vor allem zu Pferden. In der Zwischenzeit sind 14 Ferienwohnungen entstanden, die von Jahr zu Jahr mit Familien aus ganz Deutschland immer besser ausgelastet sind, und „auch ein Heuhotel auf dem großen Speicher erfreut sich wachsender Beliebtheit“, so Jan Heinrich Glöe. „Hier können die Urlauber auf duftendem Heu ruhen, im Schlafsack und in kuscheligen Kammern, mit einem herrlichen Blick auf dieses Stückchen Erde“, schwärmt der Hausherr. „Die Idee mit dem Heu habe ich aus Schleswig-Holstein mitgebracht, und wahrscheinlich hatte Klein Nienhagen das erste Heuhotel in Mecklenburg“, meint er. Die besondere Attraktion auf dem Hof sind natürlich die Pferde, darunter auch Ponys. Die Reitlehrerin Astrid Jahn gibt den entsprechenden Unterricht, und die Kinder können, wenn sie möchten, beim Füttern und im Stall helfen. Klein Nienhagen bietet seinen Gästen aber mehr. Zum Service gehören selbst gebackene Brötchen oder ein vollständiges Frühstück. Am Wochenende ist das Hofcafé in der Remise geöffnet, wo die Trümmer-Torte sich großen Zuspruchs erfreut. Der Gutshof bietet Raum und Kost für Trauungen, Feiern, Konferenzen und der alte Kornspeicher hat Platz für zehn bis 100 Personen. Das alles kann am Tag des offenen Denkmals am Sonntag von 14 bis 18 Uhr von jedermann in Augenschein genommen werden, und zu jeder vollen Stunde – oder eher, wenn eine Gruppe von etwa 30 Besuchern zusammengekommen ist – werden informative Führungen durch das schöne Anwesen angeboten. PETER GERDS

Kräftemessen der Freizeitreiter

Wochenendausgabe, den 04. September 2004 | Neubukow und Kröpelin

Gut Nienhagen Freizeitreiter zwischen Kröpelin und Satow werden am Wochenende auf Gut Nienhagen zum fünften Landesbreitensportturnier erwartet. Zu dem Kräftemessen sind Hobbyreiter eingeladen, die sich nicht dem Turnierstress aussetzen wollen. Sie sollen Gelegenheit haben, die Partnerschaft mit dem Pferd unter bestimmten Situationen zu zeigen, so die Veranstalter. Getragen wird die Veranstaltung vom Landesverband für Reiten, Fahren und Voltigieren, von der Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland, der Ersten Westernreiter Union Mecklenburg-Vorpommerns und der Vereinigung Deutscher Distanzreiter. Zum Mitmachen und Miterleben stehen 16 Wettbewerbe ohne großen Leistungsdruck auf dem Programm. Zu den Höhepunkten werden die Trails, Geschicklichkeitsprüfungen und die Quadrillen zählen. Gesucht werden die vielseitigsten Teilnehmer bei den Kindern und Jugendlichen sowie bei den älteren Teilnehmern. In der Führzügelklasse wird erstmals das abwechslungsreiche Gelände Schauplatz des Wettbewerbs sein. Am Samstag wird mit einer mobilen Pferdewaage ein Jackpot-Wiegen veranstaltet. Die besondere Aktion: Jeder Pferdebesitzer kann sein Pferd an diesem Tag gegen eine kleine Gebühr wiegen lassen und erhält einen Wiegepass. Um 21.30 Uhr treten die Blue Line Dancers aus Bad Doberan in der Remise auf. Am Sonntag wird die Stumhof-Quadrille ein Friesenschaubild nach einer Musik von Schiller darbieten.

 

OZ - Dienstag, den 31. August 2004 | Ribnitz-Damgarten und Umgebung

Reiter und Gespannfahrer treffen sich
Am Wochenende findet in Gut Klein Nienhagen ein Turnier für Hobbyreiter und Hobby-Kutscher aus ganz Mecklenburg-Vorpommern statt. Auf der Denkmal geschützten Gutshofanlage der Familie Glöe stehen 16 Wettbewerbe ohne großen Leistungsdruck auf dem Programm. Zu den Höhepunkten zählen die Trails, Geschicklichkeitsprüfungen, die Quadrillen und der PM-Schulpferdecup. Gesucht werden die vielseitigsten Teilnehmer bei den Kindern und Jugendlichen sowie bei den „Älteren“. Etwas anders geht es diesmal in der Führzügelklasse zu. Nicht das ebene Viereck, sondern das abwechslungsreiche Gelände wird Schauplatz des Wettbewerbs sein. Die Kenntnisse rund um das Pferd vertiefen, Fähigkeiten im Umgang mit dem natürlichen Wesen schulen sowie den Zuschauern zeigen, wie interessant und ungezwungen Reiten und Gespannfahren sein können, steht im Vordergrund der zweitägigen Veranstaltung. H.-J. BEGALL

OZ - Dienstag, den 24. August 2004 | Stadt und Land

Treffen der Hobbykutscher Klein Nienhagen
Bis jetzt haben sich knapp 100 Hobbykutscher aus allen Teilen des Landes Mecklenburg-Vorpommern für das Breitensport-Turnier angemeldet, welches am 4. und 5. September auf dem Gut Klein Nienhagen bei Alt Karin stattfindet. Für jedermann auf dem Pferd oder an der Hand ist das Treffen der Freizeitreiter und Fahrer ausgeschrieben. Getragen wird das etwas andere Turnier vom Landesverband für Reiten, Fahren und Voltigieren, von der Vereinigung der Freizeitreiter und Fahrer in Deutschland, der Ersten Westernreiter Union Mecklenburg-Vorpommerns und der Vereinigung Deutscher Distanzreiter. Die denkmalgeschützte Gutshofanlage der Familie Glöe bietet für die fünfte Auflage des Breitensport-Turniers ein besonderes Flair. Zum Mitmachen und Miterleben stehen 16 Wettbewerbe ohne großen Leistungsdruck auf dem Programm. Zu den Höhepunkten werden die Trails, Geschicklichkeitsprüfungen, die Quadrillen und der PM-Schulpferde-Cup zählen. Gesucht werden die vielseitigsten Teilnehmer bei den Kindern und Jugendlichen sowie bei den „Älteren“. Es sollen auch der gemütliche Teil und das Kennenlernen von Teilnehmern verschiedener Pferdesport-Facetten nicht zu kurz kommen. Wie in den vergangenen Jahren können die Reiter und Fahrer in mitgebrachten Zelten übernachten. H.-J. B.

Chansonnier singt auf altem Kornspeicher

Freitag, 18. August 2000 |

Johannes Kirchberg interpretiert Kästner Klein Nienhagen (OZ)
Auf Gut Klein Nienhagen in der Nähe von Kröpelin wird morgen Abend ein Erich-Kästner-Programm dargeboten. Der örtliche Kulturverein Gut Klein Nienhagen e. V. hat für diese Veranstaltung den Leipziger Chansonnier Johannes Kirchberg gewinnen können. Vereinsvorsitzende Bianca Glöe: „Ich hab' Johannes Kirchberg letztes Jahr selbst bei einem Konzert erlebt und war begeistert von seinem Können.“ So kam das Engagement zustande. Der Verein freue sich, den Künstler, der unter anderem schon in der Schweiz, in Frankreich und in Litauen aufgetreten ist, präsentieren zu können und will damit besonders auch Urlauber ansprechen. Nach Konzerten mit Band und im Duo, verschiedenen Chansonprogrammen, Auftritten im Vorprogramm von Georges Moustaki und Tim Fischer präsentiert der junge Sänger nun mit Enrico Wirth am Klavier eine Interpretation von Erich-Kästner-Texten. Mit Wirth arbeitet der Chansonnier seit 1998 zusammen. „Der Mensch ist gut“ lautet das Thema des Abends, der ab 20 Uhr im Ambiente des alten Kornspeichers zu erleben sein wird. Der rekonstruierte Kornspeicher war schon öfter Ort für niveauvolle kulturelle Veranstaltungen, die sich der Verein auf seine Fahnen geschrieben hat. Die Vertonungen stammen sämtlichst von Johannes Kirchberg. Für die Inszenierung zeichnet Susanne Knierim vom Leipziger Schauspielhaus verantwortlich, wo das Programm im vergangenen Jahr seine Premiere hatte. Karten gibt es an der Abendkasse und über die Hotline 03 82 92/7 89 91. So erreichen Sie das Gut Klein Nienhagen: Aus Richtung Kröpelin über Altenhagen fahren, dann rechts in Richtung Alt Karin und nach 250 Metern links in die Allee einbiegen. Wer aus Richtung Satow kommt, fährt in Richtung Kröpelin und biegt am Hinweisschild nach Alt Karin links ab. D. L.

Namhafter Gast von Königlicher Hofreitschule

Wochenendausgabe, 21./22. August 1999 

Kulturverein lud Bent Branderup ein
Nach dem viel besuchten Kunsthandwerkermarkt freut sich der Kulturverein Gut Klein Nienhagen nun auf einen weiteren Höhepunkt. Demnächst wird der renommierte Däne Bent Branderup erwartet. Klein Nienhagen (OZ) Bis 1945 lebte hier die Gutsbesitzerfamilie von Polier: Die unter Denkmalschutz stehende Gutsanlage von Klein Nienhagen bei Kröpelin befindet sich auch heute wieder in privater Hand. Familie Glöe, die das Anwesen erworben hat, richtet sie schrittweise wieder her. Maßgeblich auf ihre Initiative geht auch die Bildung des örtlichen Kulturvereins zurück. Die Gutsanlage mit niveauvollen Veranstaltungen für eine breite Bevölkerungsschicht kulturell zugänglich zu machen, ist wesentliches Anliegen seiner Arbeit. Ende '97 gegründet, zählt dieser nach dem Gut Klein Nienhagen benannte zu den jüngsten Vereinen in der Region. Seit dem letzten Sommer ist er als eingetragener Verein aufgeführt. Nach dem ersten Konzert, dem rund 200 Zuhörer lauschten, und dem viel besuchten Kunsthandwerkermarkt, der eine Tradition zu Pfingsten werden soll, ist der kleine Verein besonders stolz, den unter Pferdefreunden bekannten Dänen Bent Branderup für einen Vortrag gewonnen zu haben. Am 28. August, das ist ein Sonnabend, wird er ab 14 Uhr auf dem alten Kornspeicher des Gutes die Themen „Akademische Reitkunst im Wandel frühgeschichtliche Darstellung bis zur Gegenwart“ und „Anatomische Zucht für die barocke Reitkunst“ beleuchten. Branderup war Schüler an der Real Escuela Andaluza del Arte Ecuestre in Jerez de la Frontera, wo er die Welt der Hohen Schule erlernte, sowie von Salvador Sanchez, Nuno Oliveira und Egon von Neindorff. Das hier erworbene Wissen befähigte ihn, seinen Hengst Hugin mit durchdachten Übungen aus der Akademischen Reitkunst nach einem folgenschweren Unfall wieder gesund und stark zu machen. Der renommierte Däne gilt als Fachmann für die richtige Ausbildung von Pferden mit massiven Rücken- oder Beinproblemen und Gebäudemängeln. Als Ausbildungsleiter der Königlichen Hofreitschule in Kopenhagen lässt er die barocke Reittradition wieder aufleben. Für Branderup ist die Zeit wieder reif, sich mit den fast vergessenen Werten der alten Reitmeister zu befassen. Er meint, dass heute, wo das Pferd nicht mehr den Flug ziehen oder Kriege gewinnen muss und es vom Menschen oft nur noch zu seinem Sportgerät dekradiert wird, wieder Raum sei für künstlerische Gedanken, für den Spaß an der Ästhetik des Reitens. Der Vortrag unterliegt der Kulturförderung des Landkreises. Am Vorabend, am 27. August ab 20 Uhr, wird Harry Engelmann, bekannt durch seine „Aufzeichnungen eines Autoverkäufers“ an gleicher Stelle eine Kostprobe aus seinem dritten Buch lesen. Es trägt den Titel „Japanischer Garten“ und soll in Kürze auf den Markt kommen. Der Kulturverein Gut Klein Nienhagen e. V. freut sich, das neue Werk mit dieser Lesung erstmalig der Öffentlichkeit vorstellen zu können. Für nähere Informationen und Kartenreservierungen steht der Verein unter der Telefonnummer 03 82 92 / 7 89 91 zur Verfügung.