Ein Rundgang durch den "Stasi-Knast" in Rostock

 

Dokumentations- und Gedenkstätte des BStU in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des MfS in Rostock

 

Der Staatssicherheitsdienst der DDR überwachte und unterdrückte im Auftrag der herrschenden SED die eigene Bevölkerung und betrieb Spionage im Ausland.

In Gedenken an die ehemaligen Häftlinge wurde durch den Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) in Rostock eine Dokumentations- und Gedenkstätte eingerichtet. Sie ist Teil des Dokumentationszentrums des Landes Mecklenburg-Vorpommern für die Opfer deutscher Diktaturen. In den Räumen der Haftanstalt gibt eine ständige Ausstellung Auskunft über Geschichte, Struktur und Wirkungsweise des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS).

Anhand von Originaldokumenten, Original-Tondokumenten, Videovorführungen, Fotos und Berichten von Zeitzeugen wird die Vergangenheit der Stasi-U-Haft in Rostock auf anschauliche Weise dargestellt.

Das Gebäude der Untersuchungshaftanstalt befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit. Es wurde Ende der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts errichtet.

In den umliegenden Häusern wohnten Mitarbeiter der Stasi. Für Außenstehende bestand keine Möglichkeit, den Innenhof einzusehen.Auf drei Etagen konnten hier in ca. 50 Zellen bis zu 110 Frauen und Männer gleichzeitig inhaftiert werden. Die Einzelzellen besaßen eine Größe von 7,5 Quadrat­metern mit Waschbecken und freistehendem WC. Anstelle der Fenster gab es Glasbausteine, durch die nur wenig Tageslicht drang. Die Häftlinge sollten nicht sehen können, wo sie sich befinden.

Im Keller des Gebäudes gibt es vier Dunkelzellen, die sich nicht mehr im Originalzustand befinden. Sie erhalten Information und Beratung zur privaten Akten­einsicht, Rehabilitierung, Wiedergutmachung und Forschungsmöglichkeiten.

Öffnungszeiten:
März bis Oktober Die-Fr 10:00-18:00 Uhr, Sa 10:00-17:00 Uhr
November bis Februar Die-Fr 09:00-17:00 Uhr, Sa 10:00-17:00 Uhr

Sonntags, montags und an Feiertagen geschlossen Führungen: Öffentliche Führungen am Mittwoch und Samstag um 14:00 Uhr

Gruppen ab 10 Personen und Führungen nach Voranmeldung

Führungen in englischer Sprache nach vorheriger Vereinbarung

Bitte beachten Sie, dass es keinen behindertengerechten Zugang gibt!

Adresse
Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Staatssicherheitsdienstes in Rostock Hermannstraße 34b (Eingang gegenüber Supermarkt) Hofseite vom "Haus der Justiz"
Tel. 0381 4985651/2

Weitere Informationen

Ein Tag im Museum...

  • Die Hinterlassenschaft eines berühmten Mannes steht im Ehm Welk-Haus in Bad Doberan. Das Arbeitszimmer, eine Bibliothek und der Garten gewähren Einblicke in das Leben des in Bad Doberans verstorbenen Schriftstellers (Mo ist Ruhetag; Di bis Fr 10-12 Uhr/ 13-17 Uhr; Sa und So 14-17 Uhr)
  • Das Stadt- und Bädermuseum Bad Doberan im Möckelhaus in Bad Doberan stellt die Geschichte Heiligendamms und Bad Doberans dar. Es können auch einige originale Möbelstücke des Architekten Gotthilf Ludwig Möckel betrachtet werden (So und Mo ist Ruhetag; Di bis Fr 10-12 Uhr/ 13-16 Uhr; Sa 12-16 Uhr)
  • Besichtigung der Heinrich-Schliemann Gedenkstätte
    in Neubukow (Di - Fr 10-18 Uhr; Sa u So 14-17 Uhr)
  • Das Meer im Museum
    erwartet Sie in der Mönchstraße in Stralsund im Meereskundemuseum
    Info-Telefon: 03831-265010 (10-17 h)

  • Das Deutsche Bernsteinmuseum
    in Ribnitz-Damgarten präsentiert Ihnen die umfangreichste Bernsteinausstellung Deutschlands
    Tel.: 03821-4622 www.bernsteinmuseum.info
  • Unsere besondere Empfehlung:
    Die Familie Pentzin betreibt seit 1983 auf dem Denkmalhof in Retschow ein kleines privates Museum.

    Das Haupthaus ist ein 1787 erbautes niederdeutsches Hallenhaus. 1885 fügte man einen Anbau an. Die Hallenscheune entstand 1826, der Altenteilerkaten 1842. Auf dem Denkmalhof sind ein volkskundliches Museum mit Ausstellungen zur Land- und Hauswirtschaft sowie Heimatgeschichte zu sehen. Sehr urig und fast so, als wären die früheren Bewohner nur mal kurz weggegangen, wirkt die Ausstellung mit Unikaten aus dem Haushalt einer Bauernfamilie. Nicht wie in einem normalen Museum zusammengefügt. Hier wird gesammelt, was im 18. und 19. Jahrhundert gebraucht wurde, und es ist egal, in welchem Zustand es sich befindet. Staub der „Jahrhunderte“ liegt darauf. Das macht diesen Denkmalhof einzigartig. Es ist der einzige komplett noch existierende Dreiseitenhof in MV.